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Motorsport: Lenerz/Piro Siebter nach Patzer am Hockenheimring

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Start an zweiter Position: Für Marcel Lenerz im Toyota GR Supra GT 4 begannen die Renntage am Hockenheimring zum Saisonabschluss zunächst gut.
Start an zweiter Position: Für Marcel Lenerz im Toyota GR Supra GT 4 begannen die Renntage am Hockenheimring zum Saisonabschluss zunächst gut. © Leonard Rieger/nh

Die Saison in der ADAC GT 4 Germany ist beendet. Marcel Lenerz aus Ludwigsau belegt in der Rennserie mit seinem Team „piro sport – Burg Zelem Foundation“ unter mehr als 30 Autos den siebten Platz.

Bad Hersfeld – So wirklich glücklich klingt Marcel Lenerz am Telefon nicht. Das Saisonfinale am legendären Hockenheimring hatten sich der 25-jährige Rennfahrer aus Ludwigsau und sein Teamkollege Cedric Piro anders vorgestellt. Jeweils Platz 17 in beiden Rennen sorgte dafür, dass das Team „piro sport – Burg Zelem Foundation“ zum Saisonabschluss unter mehr als 30 Autos den siebten Platz belegt.

„Unser Saisonziel war eigentlich ein Platz in den Top Five. Am Hockenheimring ist es dann aber leider komplett nach hinten losgegangen, obwohl wir eigentlich noch Chancen auf den dritten Platz gehabt hätten, wenn alles optimal gelaufen wäre. So war es aber leider kein guter Abschluss “, berichtet Lenerz.

Dabei hatte es so gut begonnen. Beim Pre-Event am Donnerstag war Lenerz in beiden Sessions der Schnellste. Im Qualifying fehlten dem Ludwigsauer unfassbare drei Tausendstel – also nicht mal ein Wimpernschlag – auf den Führenden. So ging Lenerz als Zweiter ins erste Rennen. Und dann passiert das: Der 430 PS starke Toyota GR Supra GT 4 spielt verrückt – ist nicht wiederzuerkennen. „Auf dem Weg zur ersten und zweiten Kurve war plötzlich überhaupt kein Grip mehr da, und ich bin nur noch gerutscht“, erzählt Lenerz. Er konnte die Scheitelpunkte nicht mehr treffen, auch die Bremspunkte hätten nicht gepasst. Im Nachhinein habe sich herausgestellt, dass die Reifen aufgrund chargenbedingter Produktionsfehler zwei Sekunden langsamer gelaufen wären als noch im Qualifying. „Das war schon ein mieses Gefühl, aber eben nicht zu ändern“, gibt der Motorsportler zu.

Am Folgetag sei dann sein Teamkollege Cedric Piro, der zugleich auch Teammanager ist, das Qualifying gefahren. Für ihn reichte es im 29 Autos starken Teilnehmerfeld zu einem Platz im Mittelfeld. Im Rennen selbst lief es für Piro, auch bedingt durch eine Strafe aufgrund eines angeblichen Fahr-Vergehens, überhaupt nicht rund. Lenerz übernahm den Toyota somit auf der 23. und letzten Position, nachdem sechs Fahrer schon aus dem Rennen ausgeschieden waren. Er fuhr dann noch auf Platz 17 vor. „Wir hatten uns viel vorgenommen und sind deshalb enttäuscht. Es ist kein schönes Gefühl, die Saison so zu beenden“, sagt Lenerz.

Obwohl sie das Saisonziel letztlich verfehlten, blickt der 25-Jährige durchaus positiv auf die Saison mit ihren sechs Renn-Stationen in Deutschland, den Niederlanden und Österreich zurück. „Das Highlight waren natürlich der Sieg und Platz drei am Nürburgring“, berichtet er. Er sei zudem starke Qualifyings mit ersten Plätzen gefahren. „Wir betrachten die Saison für unser neues Team mit neuem Auto als Lehrjahr“, sagt Lenerz. Für die kommende Saison sei eine Werksunterstützung von Toyota im Gespräch. Man habe noch Luft beim Fahrzeug-Set-up, so Lenerz.

Im kommenden Jahr wolle man sich auf alle Fälle „weiter pushen“ und in der ADAC GT 4 Germany um die Meisterschaft mitfahren. Wenn Lenerz diese Sätze sagt, klingt er schon viel zuversichtlicher als zu Beginn des Gesprächs.

V

Der Blick geht nach vorn: Marcel Lenerz.
Der Blick geht nach vorn: Marcel Lenerz. © Leonard Rieger/nh

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