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Leon Recker vom KSV Baunatal nach Sieg beim SV Adler Weidenhausen: „Ein Stein vom Herzen gefallen“

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Von: Manuel Kopp

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Nicht zu stoppen: Baunatals Leon Recker (links) lässt Weidenhausens Sönke Schneider ins Leere laufen.
Nicht zu stoppen: Baunatals Leon Recker (links) lässt Weidenhausens Sönke Schneider ins Leere laufen. © Moritz Ziegler

Leon Recker vom KSV Baunatal hat im Derby beim SV Adler Weidenhausen sein erstes Hessenliga-Tor erzielt. Morgen ist er mit den VW-Städtern in Hadamar zu Gast.

Baunatal – Erleichtert war Leon Recker nach dem 3:2-Derbysieg des KSV Baunatal beim SV Adler Weidenhausen. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte der 19-Jährige – und das galt gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen erzielte er sein Premierentor in der Fußball-Hessenliga, zum anderen feierte sein Team den ersten Erfolg nach drei sieglosen Spielen. Viel Zeit zum Durchatmen haben die Baunataler aber nicht, bereits morgen (15 Uhr) steht die Partie beim SV Hadamar auf dem Programm.

Schon seit Sommer 2021 gehört Recker zum Hessenliga-Kader des KSV – allerdings kam er in der vergangenen Saison nur zu einem Kurzeinsatz. „In der Hinrunde musste ich erst einmal beweisen, dass ich das nötige Niveau habe. In der Rückrunde war ich dann durchgehend verletzt“, sagt der Flügelspieler und fügt hinzu: „Jetzt bin ich aber voll da.“

In sechs der acht Ligaspielen kam Recker zum Einsatz – fünfmal stand er sogar in der Anfangsformation. Zuletzt musste er wegen eines Cuts am Knie pausieren, in Weidenhausen gab er aber ein starkes Startelf-Comeback. Besonders die Derby-Atmosphäre auf dem Chattenloh hat es dem 19-Jährigen angetan. „Es ist geil, so etwas zu erleben. Es waren Emotionen pur – von Fans und Spielern.“ Ein persönlicher Höhepunkt war für ihn das 2:1 – sein erster Treffer in der Hessenliga. Nach einem Konter scheiterte er mit seinem Schuss zwar zunächst an SVA-Torhüter Johannes Klotzsch, traf dann aber im zweiten Versuch. „Das Tor hatte sich schon angebahnt. In den fünf Spielen, die ich in dieser Saison zuvor gemacht habe, hatte ich schon viele Chancen. Nach dem Tor ist der große Druck von mir abgefallen“, sagt er.

Wenn Recker in dieser Saison auf dem Platz stand, dann zählte das Talent meist zu den auffälligsten Akteuren in seinem Team. „Als junger Spieler ist es in der Hessenliga dennoch schwer, körperlich zu bestehen. Ich bin ein schlaksiger Typ, daher sagt der ein oder andere auch schon mal Thomas Müller zu mir“, erklärt Recker in Anspielung auf den Star des FC Bayern München. „Aber ich weiß auch, wo meine Stärken liegen. Mein Spiel ist es, mit Tempo in die Eins-zu-eins-Situationen zu gehen. Und wenn es mal nicht klappt, dann versuche ich es beim nächsten Mal halt wieder.“ Neben seiner Dribbelstärke und Dynamik überzeugte er in dieser Saison genau mit dieser Unbekümmertheit. Schon im Hinspiel gegen Weidenhausen hatte er das 1:0 von Leon Lindenthal vorbereitet, nachdem er im Strafraum einen Haken geschlagen und so seinen Gegenspieler stehen gelassen hatte.

Beim KSV spielt der gebürtige Baunataler, der eine Ausbildung zum Erzieher macht, schon seit 2014. Er durchlief alle Jugendteams, bis er vor einem Jahr den Sprung zu den Männern schaffte – da hätte er sogar noch in der A-Jugend spielen dürfen. Bis vor Kurzem wohnte er in Baunatal, zog jetzt gemeinsam mit seiner Freundin nach Hofgeismar.

Was aber erwartet Recker für das Spiel in Hadamar? „Der Erfolg in Weidenhausen war sehr wichtig. Wir müssen den Schwung mitnehmen und wollen auch in Hadamar die drei Punkte holen.“ (Manuel Kopp)

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