FUSSBALL-GRUPPENLIGA

Lepper hält, Honstein trifft, Aulatal feiert

Einsatz im Mittelfeld: Aulatals Simon Hennighausen (am Boden) fährt dem Künzeller Angreifer in die Parade.
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Einsatz im Mittelfeld: Aulatals Simon Hennighausen (am Boden) fährt dem Künzeller Angreifer in die Parade.

Gebangt, gezittert und gejubelt: Ein Treffer des eingewechselten André Honstein sicherte dem Fußball-Gruppenligisten SG Aulatal einen wichtigen 2:1 (0:1)-Erfolg gegen den TSV Künzell.

Kirchheim – Es lief bereits die Nachspielzeit, als eine Ecke von Nils Fischer in die Mitte des Künzeller Strafraums flog. Aulatals Angreifer André Honstein reagierte am schnellsten und veredelte die Flanke mit einem herrlichen Drehschuss halbhoch ins Eck zum 2:1-Endstand – der Jubel nach dem Abpfiff kannte auf Aulataler Seite keine Grenzen.

Horst Brandner musste sich nach 90 aufregenden Minuten erst einmal sammeln, ehe er zu einem Statement fähig war. „Es war ein Spiel mit offenem Visier für beide Teams. Diesmal haben wir zum Schluss das Glück des Tüchtigen gehabt“, freute sich der Aulataler Trainer, der am Freitag 58 geworden war und von seiner Mannschaft mit drei Punkten beschenkt wurde. Dabei begann die Partie vor rund 200 Zuschauern alles andere als freudig für die Platzherren. Deren Plan, mit Steilpässen über die schnellen Angreifer Nils Fischer und Jens Schmidt zum Erfolg zu kommen und hinten die Null zu halten, war schon in der 27. Minute über den Haufen geworfen. Marco Gauls brachte den Gast in Führung. Sein Volleyschuss aus 17 Metern flach ins rechte, untere Eck war ein Genuss für alle Fußballfans. Und es war ein Treffer, den Aulatal ins Mark traf. Denn die Gastgeber, die anfangs nur eine Möglichkeit durch Kilian Krapp hatten, sahen sich auf einmal in die Defensive gedrängt.

Doch die Fangkünste von Fabian Lepper hielten die Aulataler diesmal im Spiel. Gleich dreimal reagierte der Aulataler Keeper brillant. Zunächst parierte er einen Freistoß von Gäste-Spielertrainer Marco Gaul, Sebastian Schuch assistierte, als er den Ball im letzten Moment von der Linie kratzte.

Dann rettete er gegen Christian Isselstein. Seine größte Glanztat vollbrachte der Aulataler Keeper, als er in der 38. Minute einen Kopfball von David Heil im Flug mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte. „Ohne Fabian hätten wir heute verloren. Wenn wir ihn nicht gehabt hätten, würden wir zur Pause mit 0:3 hinten liegen und das Ding wäre gelaufen gewesen“, lobte Brandner seinen Schützling. Doch mit dem Wiederanpfiff erstarkten die Platz- herrren. Die zweite Hälfte war gerade einmal zwei Minuten gelaufen, da stand es schon 1:1. Sebastian Schuch hatte in die Mitte geflankt, Paul Kozik sah Jens Schmidt in der Mitte und der Neuzugang verwandelte aus kurzer Distanz zum 1:1. In der Schlussphase drückte Aulatal mächtig - und hatte Glück bei Honsteins Treffer. Nach dem 2:1 liegt die Aufstiegsrunde in Reichweite. Brandner: „Unser Ziel sind jetzt die Playoffs. Wir haben es selbst in der Hand.“

SG Aulatal: Lepper, Muratidi, Hennighausen, P. Honstein, M. Schuch, Wernick, S. Schuch, Fischer, Kozik (52. Wozniak), Schmidt, Krapp (85. A. Honstein). TSV Künzell: Kircher, Schramm, Remic, Isselstein, Tekleyes, Heil (72. Breunung), Durdu (60. Kraus), Parzeller, Jestaedt, Gaul, Drews. SR: B. Hanna, Z: 200 Tore: 0:1 Gaul (27.), 1:1 Jens Schmidt (47.), 2:1 A. Honstein (91.)

Von Hartmut Wenzel

Tiefer Schluck aus der Pulle: Aulatals Trainer Horst Brandner.

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