Junioren-Skisprung-Weltmeisterschaft: Deutsche Mannschaft vergibt Vorsprung

Leyhe erneut WM-Zweiter

Helm ab: Stephan Leyhe vom SC Willingen musste als zweiter deutscher Springer ran und lieferte zumindest im ersten Sprung eine tadellose Leistung ab. Wie im Vorjahr wurde er erneut Silbermedaillengewinner mit dem Team. Archivfoto: nh

Otepää. Skispringer Stephan Leyhe vom SC Willingen ist erneut Vizeweltmeister. Bei den Weltmeisterschaften im estischen Otepäää gewann der Schwalefelder wie schon im Vorjahr mit der Mannschaft die Silbermedaille. Sieger wurde Österreich, Platz drei belegte Norwegen.

Es war eine Konkurrenz, die von den Springern gute Nerven verlangte. Die widrigen äußere Bedingungen verlangten eine Verschiebung um fast zwei Stunden. Doch die deutschen Springer zeigten sich von der ersten Minute an voll konzentriert.

Der Berchtesgadener Daniel Wenig hatte mit einem Satz über 92,5 Meter vorgelegt und das deutsche Team nach dem ersten Durchgang vor Österreich, für die Markus Schiffner 89,5 Meter sprang, nach vorn gebracht. Dann war Leyhe dran und landete bei 91,5 Metern. Der Österreicher Michael Hayböck haute einen 95-Meter-Satz raus und brachte die Alpenländer nach vorn.

Auf deutscher Seite war der Oberaudorfer Marinus Kraus an der Reihe, dessen 89 Meter mit denen 93,5 des Österreichers Stefan Kraft nicht mithalten konnten. Alles schien für die Alpenrepublik zu laufen.

Dann aber legte Richard Freitag (Breitenbrunn) 95,5 Meter vor und sammelte dafür den deutschen Bestwert von 124,5 Punkten. Der Österreicher schien bei seinem Sprung so geschockt, dass er nur bei 79,5 Metern landete. Damit fiel dessen Mannschaft nach dem ersten Durchgang noch hinter Polen auf den dritten Platz zurück. Deutschland führte mit 470 Punkten vor Polen (449) und Österreich (446).

Als Daniel Wenig für Deutschland den zweiten Durchgang eröffnete, zeigte er mit 92 Metern Konstanz und baute den Vorsprung auf über 30 Punkte aus.

Dann aber brach Leyhe ein. Sein Sprung endete bei 83,5 Metern, wohingegen sein Österreichischer Konkurrent, Michael Hayböck, einen 94,5-Meter-Satz hinlegte und dafür 124 Punkte kassierte. Leyhe hatte nur 98,5 erhalten, wodurch sich der Vorsprung stark verringert.

Endgültig war dieser weg und in einen Drei-Punkte-Rückstand umgewandelt, als Marinus Kraus mit 90 Metern seine Leistung zwar um einen Meter steigerte, Österreichs Stefan Kraft aber 94.5 Meter hinlegte und so sein Team in Front brachte.

Abschluss-Springer Richard Freitag konnte seinen weiten Satz aus dem ersten Durchgang nicht wiederholen (90 Meter), während Lackner diesmal nicht patzte und mit 91,5 Metern den Sieg für die Österreichischen Springer (920,5 Punkte) sicherte.

Hinter Deutschland (913) wurde Norwegen Dritter (876). (hwx)

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