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Basketball: Eschweger Djibril Claus spielt jetzt in der Jugend-Bundesliga

Möchte in Göttingen hoch hinaus: der Eschweger Djibril Claus (links).
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Möchte in Göttingen hoch hinaus: der Eschweger Djibril Claus (links).

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. So ähnliche Gedanken mag der Eschweger Nachwuchsbasketballer Djibril Claus gehabt haben, als er sich vor wenigen Wochen beim Basketballbundesligisten BG Göttingen für die „Try Outs“ anmeldete.

Eschwege/Göttingen - In diesen „Try Outs“ suchen die Nachwuchstrainer der Niedersachsen talentierte Spieler für ihre Jugendleistungsteams von den Sartorius Juniors (NBBL/U19) und den Sartorius Youngsters (JBBL/U16), aus denen im Idealfall nach wenigen Jahren bestens ausgebildete Nachwuchstalente den Sprung in die Bundesliga schaffen.

„Ich bin da ohne Erwartungen hingefahren, sondern wollte einfach mal meine Moves zeigen und was ich sonst noch so kann“, erinnert sich der vor wenigen Tagen 16 Jahre alt gewordene Gymnasiast an den Tag, als er im Sartorius-Basketball-Lab seine Fertigkeiten präsentierte.

Probetraining bei den Sartorius Youngsters

Und die schienen die Verantwortlichen zu überzeugen, denn nur wenige Tage später erhielt der 1,75 Meter große Schüler eine Einladung zum Probetraining für die Sartorius Youngsters. Erneut konnte Djibril dabei vor den Augen von Trainer Marjo Heinemann überzeugen, sodass die Einladung zur „Summer-League“ die logische Konsequenz war.

In die Testspiele startete die Heinemann-Truppe mit einem knappen 65:61-Erfolg bei den Basketball-Löwen Braunschweig, gefolgt von einem deutlichen 97:74-Sieg gegen den SC Rist Wedel. Nach einer 63:65-Niederlage bei den Young Rasta Dragons schloss das Göttinger JBBL-Team die Summer-League mit einem 89:55-Erfolg gegen die Eisbären Bremerhaven ab.

„Angesichts der kurzen, aber intensiven Vorbereitungszeit sind wir mit den Ergebnissen der Summer-League durchaus zufrieden“, so lautete das Fazit im Verein. „Wir haben einen Kader von 16 Leuten, da möchte ich mich jetzt nach der Vorbereitung etwas nach vorne spielen“, hat Djibril seine kurzfristigen Ziele vor der neuen Saison klar im Visier.

Viermal die Woche Training

Doch bis dahin wartet ein hartes Vorbereitungsprogramm auf den leidenschaftlichen Basketballer, ehe im September die Saison 2021/2022 in Deutschlands höchster Jugendspielklasse startet. Dort trifft er mit seinem Team unter anderem auf Gegner aus Düsseldorf, Münster und Hagen.

Viermal die Woche Training und zweimal eine Stunde Krafttraining vor dem normalen Training, so sieht das Programm für den Sohn des Vorsitzenden und ehemaligen ETSV-Basketballer, Markus Claus, in den kommenden Wochen und Monaten aus.

Und auch wenn Vater Markus sicherlich die ein oder andere Fahrt zum Training übernehmen wird, so dürfte sich demnächst viel Zeit im Zug zwischen Eschwege und Göttingen abspielen. „Ich werde des Öfteren wohl die Schulbücher dabeihaben, um den Spagat zwischen schulischem und sportlichem Anspruch meistern zu können“, blickt der frühere Handballer realistisch in die Zukunft.

Auch von den Rahmenbedingungen im Umfeld ist der Eschweger rundum begeistert: „Das läuft alles sehr professionell ab. Unser Trainer ist hauptamtlich als Youngster-Headcoach angestellt beim Verein, in der Halle herrschen optimale Trainingsbedingungen. Das versuche ich mit Leistung zurückzuzahlen und mich in allen Bereichen nach oben weiterzuentwickeln“, nimmt er die große Herausforderung gerne an.

Die Freizeit wird weniger werden

Denn auch eines ist ihm klar: Die Freizeit wird weniger werden. Egal ob für Treffen mit Freunden oder für die Ausübung seines zweiten Hobbys – das Trompetespielen.

„Irgendwie werde ich das schon alles unter einen Hut bekommen“, versprüht Djibril viel positive Energie und freut sich auf die Zeit bei den Veilchen, wie die Göttinger Teams im Volksmund genannt werden. „Möglichst weit kommen und mein Spiel spielen“, so lautet sein Motto, seit mit dem Wechsel von Eschwege nach Göttingen eine neue Zeitrechnung begonnen hat.

So erfolgreich zu werden wie sein großes Vorbild Dennis Schröder, der deutsche Nationalspieler und Point Guard der Los Angeles Lakers, ist der große Traum des sympathischen Eschwegers, der sich auf die neue Aufgabe in seinem Lieblingssport bestens vorbereitet zeigt.

Von Stefan Konklowsky

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