"Wollen längerfristig wieder in die A-Liga"

Mann der Pfarrerin ist neuer Trainer des Fußball-B-Ligist TSV Löhlbach

Er ist seit dem 31. Januar 2015 der neue Coach des Frankenberger Fußball-B-Ligisten TSV Löhlbach: Andreas Elcik. Archivfoto: nh

Löhlbach. Frankenbergs Fußball-B-Ligist TSV Löhlbach hat einen neuen Coach: Andreas Elcik. "In die A-Liga aufsteigen" ist sein Ziel mit dem TSV. Das sagt er im HNA-Interview.

Herr Elcik, Ihre Frau ist Pfarrerin, Sonntagvormittag also meist in der Kirche - kurz bevor Sie sich auf den Sportplätzen im Kreis herumtreiben. Gibt’s da öfters mal Ärger zu Hause? 

Andreas Elcik: Nein, überhaupt nicht. Wir haben uns sogar beim Fußball kennengelernt. Meine Frau hat selbst gespielt und guckt sonntags auch mal bei uns zu.

Wie sind Sie eigentlich an den Trainer-Posten beim TSV Löhlbach gekommen? 

Elcik: Der Verein ist auf mich zugekommen. Ich bin umgezogen vom Schwalm-Eder-Kreis nach Löhlbach und habe mich dann gleich bei der Zweiten angemeldet, weil es kein Altherren-Team gibt, aber in der Zweiten noch Bedarf war. Dann ist irgendwie eins zum anderen gekommen. Ich habe ja auch vorher schon mehrere Trainerjobs gemacht. und so konnte ich die Erste auch schon vorher kennenlernen, das ging nicht gleich von Null auf 100. Vorher habe ich schon viel geguckt, wie die spielen.

Und dann konnten Sie schnell überzeugt werden, das Traineramt zu übernehmen? 

Elcik: Das Schöne war ja eben, dass ich mir die Mannschaft schon ein Vierteljahr angucken konnte. Da wusste ich, dass vom Verein her Potenzial da ist und auch bei den Spielern. Nur der richtige Weg wurde eben bisher noch nicht eingeschlagen.

Und welchen schlagen Sie nun ein? 

Elcik: Die Jungs müssen eine anständige Motorik reinkriegen - Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden und auch die Technik ist gut, das muss aber alles noch gesteuert werden.

Haben Sie schon viel umgekrempelt beim TSV?

Elcik: Ich bin dabei, es klappt bisher auch schon ganz gut, ich bin positiv gestimmt. Vor allem spielerisch haben die Jungs das hinten raus schon sehr gut umgesetzt, was wir im Training üben. Probleme haben wir noch im gegnerischen 16er, da haben wir eine Abschlussschwäche.

Was wollen Sie mit dem TSV erreichen? 

Elcik: Langfristig wollen wir auf jeden Fall wieder in die A-Liga aufsteigen. Jetzt müssen wir aber erst einmal kleine Brötchen backen, bis alles umgesetzt ist. Jeder einzelne meiner Spieler könnte aber schon jetzt höher spielen, es muss nur eben als Team zusammen klappen, aber das wird sich alles einspielen.

Am Samstag steht die Partie gegen Spitzenreiter Willersdorf an. Ihr Tipp? 

Elcik: Ich tippe auf ein Unentschieden.

Was wissen Sie bisher über den Gegner? 

Elcik: Ich habe im Hinspiel zugeguckt, die sind sehr geordnet und diszipliniert. Das Team hat den Aufstieg vor Augen, und wie es aussieht, wird das auch klappen. Wir haben auf jeden Fall am Samstag nichts zu verlieren. Meine Taktik gebe ich jetzt aber nicht preis, ein Punktgewinn sollte aber drin sein. Allerdings müssen sich die Jungs dafür auch richtig anstrengen.

Andreas Elcik (45) kommt gebürtig aus Homberg-Efze (Schwalm-Eder-Kreis), ist Kaufmännischer Angestellter und wohnt seit August 2014 mit seiner Familie in Löhlbach. Bereits 2000 hat Elcik als Spielertrainer angefangen - schon vier Mal ist er seit dem mit seinen Teams aufgestiegen, erst ein Mal ab. Die Gruppenliga ist die höchste Liga, in der er bisher als Trainer tätig war. Sein Hobby neben dem Fußball ist die Familie. Elcik ist verheiratet und hat zwei Töchter.

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