Neue Bestleistungen angestrebt

Marcel Isinger aus Sontra will zur Deutschen Meisterschaft im Kraftdreikampf

Marcel Isinger
+
Die körperliche Form ist entscheidend: Damit Marcel Isinger beim Kraftdreikampf erfolgreich ist, achtet er auf seinen Körper.

Marcel Isinger betreibt seit über einem Jahr Kraftdreikampf, bestehend aus Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben, und will sich am 29. Mai für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

Sontra ‒ Der 26-Jährige aus Sontra hat Sportwissenschaften an der Frankfurter Goethe-Universität studiert und als Personaltrainer in der Main-Metropole gearbeitet. Heute betreibt er sein Fitnessstudio in Sontra und betreut deutschlandweit Sportlerinnen und Sportler in den Themen Ernährung und Training.

In Vorbereitung auf den Wettkampf hat er 15 Kilogramm abgenommen, nachdem er seit April 2019 20 Kilogramm zugenommen hatte. Im Oktober zeigte die Waage 107,5 Kilogramm.

Warum hast du dich für diesen Schritt entschieden?
Ich betreibe Kraftdreikampf und wollte zu Beginn in der Klasse für 105 Kilogramm antreten. Für die Sportart ist es entscheidend, viel Kraft und Muskelmasse aufzubauen. Das Ziel der Gewichtszunahme war mit dem Aufbau von möglichst viel Muskelmasse in einem mittelfristigen Zeitraum verbunden.
Bei den Hessischen Meisterschaften landetest du auf dem vierten Platz. Mit welchen Zielen gehst du bei der Quali für die Deutsche Meisterschaft an den Start?
Meine Bestleistungen von 200 Kilogramm bei der Kniebeuge, 120 Kilogramm beim Bankdrücken und 240 Kilogramm beim Kreuzheben will ich unbedingt überbieten. 220, 130 und 260 Kilogramm sind angepeilt.
Aufsummiert sind das 610 Kilogramm. Für dieses Ziel hast du vorübergehend bewusst an Körpergewicht zugelegt. Auf was muss man achten, wenn man bewusst zu nimmt?
Die Zunahme darf nicht zu schnell ablaufen. Hier gibt es unterschiedliche Ansätze und es ist auch wichtig, dass man beim Training und der Ernährung einige Parameter beachtet – wie zum Beispiel den Proteinanteil.
Wie bist du nun von deinem Gewicht runtergekommen?
Ich habe in den letzten sieben Monaten circa 15 Kilogramm abgenommen, um mich für die Deutsche Meisterschaft im Kraftdreikampf in der 93-Kilogramm-Klasse zu qualifizieren – und auch, um mich wieder wohler in meinem Körper zu fühlen. Für die planmäßige Gewichtsreduktion achte ich auf die tägliche Dokumentation meiner Ernährung und die entsprechende Einhaltung meiner Zielvorgaben mitsamt Kalorien und Protein und zum anderem auch auf meine täglichen Aktivitäten mit Training und der Schrittanzahl.
Viele Sportler träumen davon, ihren Körperfettanteil zu reduzieren, dabei verlieren viele aber Muskelmasse. Warum ist das so?
Der Abbau von Muskelmasse während einer Körpergewichtsreduktion hat zwei Ursachen: Viele betreiben kein Fitness- beziehungsweise Krafttraining und es besteht ein zu hohes Kaloriendefizit – sprich, es wird zu wenig gegessen und somit auch zu schnell abgenommen.
Wie kann man dem entgegenwirken?
Wer noch kein Fitness- oder Krafttraining betreibt, sollte damit beginnen und maximal ein Kilogramm pro Woche abnehmen – im Wochendurchschnitt. Wer viel Muskelmasse hat, sollte weiterhin normal trainieren und eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von 300 bis 700 Gramm pro Woche anstreben. Damit kann man sich sicher sein, dass man auch wirklich sein Körperfett abbaut und nicht seine Muskelmasse.
Was sind die größten Fehler im Training?
Man muss über einen längeren Zeitraum regelmäßig – mindestens zweimal wöchentlich – zum Training kommen, um sich verbessern zu können. Das schafft man meiner Meinung nach nur, wenn man Spaß beim Training hat und sich klare Ziele setzt. Eine weitere Steigerung erzielt man auch, wenn man etwas regelmäßig übt und sich immer weiter verbessert. Viele machen aber immer nur das Gleiche, ohne sich neuen Herausforderungen zu stellen. Mein Tipp für den Einstieg: regelmäßig kleine Gewichtssteigerungen vornehmen. (Marvin Heinz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.