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Marcel Wright spielt mit seinem Nachwuchs bei der zweiten Herren der ACT Kassel

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Generationsübergreifend: Basketballer Marcel Wright spielt gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Kiyano (links) und Lennart in einer Mannschaft bei der ACT Kassel.
Generationsübergreifend: Basketballer Marcel Wright spielt gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Kiyano (links) und Lennart in einer Mannschaft bei der ACT Kassel. © Andreas Fischer

Jahrelang galt er als einer der Leistungsträger der ACT Kassel: Basketballer Marcel Wright. Nun steht er gemeinsam mit seinen Söhnen auf dem Feld.

Kassel – Nachdem er seine Karriere in den höheren Ligen 2015 beendet hat, spielte er für die dritte Herrenmannschaft seines Vereins. Für diese Saison ging es noch einmal höher hinaus – Wright steht nun für die Zweite auf dem Feld, gemeinsam mit seinen beiden Söhnen.

Die Zwillingsbrüder Lennart und Kiyano Wright sind eigentlich im U16-Team in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) aktiv. Ihr Vater beschreibt es als Frühförderung, dass die Beiden in so jungen Jahren schon bei den Herren dabei sind: „Das Spiel ist bei den Jugendlichen zwar auch dynamisch, aber längst nicht so körperlich wie in der Herren-Mannschaft.“

Hilfestellung aber keine Bevorzugung im Spiel

Der 43-jährige Wright, der seine ersten Lebensjahre im afrikanischen Sierra Leone, der Heimat seines Vaters, verbracht hat, findet es „sehr cool“, jetzt mit seinen beiden Söhnen zusammenzuspielen. „Sie waren von Anfang an dabei. Schon im Maxi-Cosi waren sie oft mit in der Halle.“

Auf dem Feld gibt der „alte Hase“, wie sich der Vater selbst beschreibt, seinen Söhnen zwar Hilfestellung: „Ich versuche, gute Gelegenheiten für die Jungs zu kreieren“, um ihnen das Körbewerfen sowie Spielübersicht und Entscheidungsfindung zu erleichtern, sagt Wright, unterscheidet aber nicht groß zwischen ihnen und den anderen Spielern. Und trotzdem: „Wenn die Beiden eine Aktion abschließen, erfüllt mich das anders. Es ist einfach Wahnsinn, was sie in ihrem Alter schon draufhaben.“

Mit Basketball anzufangen, war die eigene Entscheidung der beiden Jungs. „Ich habe viel Wert darauf gelegt, dass ich sie nicht steuere“, so Wright. Sie haben erst Fußball gespielt, mit ihrem Schulstart mit Basketball begonnen, und „dann hat es angefangen zu brennen“.

„Die Liebe zum Sport kam durch den Papa“

Ob der Vater für Lennart und Kiyano eine Vorbildfunktion hat? „Ich glaube schon, zumindest was die Art zu leben angeht. Die haben sie durch mich kennengelernt. Von der Spielweise her haben sie sicherlich andere Vorbilder, aber die Liebe zum Sport kam durch den Papa.“

Für Lennart sind es die US-amerikanischen Basketballer Jason Tatum und Trae Young, zu denen er aufsieht – unter anderem, „weil sie aus fast jeder Situation scoren können und einfach gute Teamplayer sind“, sagt der 15-Jährige. Kiyanos Vorbilder sind LeBron James und Jaylen Brown.

Die Zwillinge warten noch darauf, endlich zu wachsen

Auch ihr Vater hat sich früher an den großen Namen wie Jordan, Carter und McGrady orientiert. Heute hat er zwar kein richtiges Vorbild mehr, NBA-Superstar Stephen Curry gehört aber zu seinen absoluten Lieblingsspielern. „Er ist der aktuell erfolgreichste Spieler – und so groß wie ich“, sagt Wright, der mit 1,93 Meter nicht gerade zu den Größten im Basketball gehört.

Lennart und Kiyano sind aktuell mit 1,67 und 1,71 Metern noch recht klein für den Sport. „Ich hoffe, sie werden so groß wie ich oder noch größer“, sagt ihr Vater. Auch die Zwillinge warten sehnlichst darauf, dass sie endlich wachsen.

Zwar ist die Körpergröße nicht entscheidend für den Erfolg als Basketballer, große Spieler haben es aber deutlich einfacher. Fehlende Zentimeter lassen sich aber auch mit Technik, Erfahrung und Cleverness ausgleichen, weiß Wright.

Auch der jüngste Sohn spielt bereits Basketball

Was ihre Zukunft angeht, sind sich die Zwillinge einig: Basketballprofi werden und damit Geld verdienen – genug, um davon zu leben.

Auch Wrights dritter Sohn, der achtjährige Delano, ist bereits bei der ACT im Basketball aktiv. Dass der Papa auch mit ihm mal in einer Mannschaft spielt, hält er zwar für eher unwahrscheinlich, schließt es aber nicht komplett aus.

„Wenn er 15 ist, bin ich 49. Eigentlich ist es ratsam, im Alter zwischen 35 und 40 aufzuhören. Wenn meine Jungs nicht wären, würde ich schon jetzt nicht mehr auf diesem Niveau spielen. Aber ich lasse es auf mich zukommen, Basketball ist schließlich meine Leidenschaft, damit kann ich nicht einfach aufhören.“ (Lea-Sophie Mollus)

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