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Wanfrieder Max Lippold verlängert in Gensungen: „Habe nicht lange überlegt“

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Von: Stefan Konklowsky

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Angekommen bei der ESG Gensungen/Felsberg: Max Lippold aus Wanfried-Altenburschla.
Angekommen bei der ESG Gensungen/Felsberg: Max Lippold aus Wanfried-Altenburschla. © ESG Gensungen/Felsberg

Vor wenigen Jahren wechselte der Wanfrieder Max Lippold zur ESG Gensungen/Felsberg - nun spielt er Handball in Liga drei. Wir sprachen mit ihm über seine Vertragsverlängerung.

Wanfried/Gensungen – Fast drei Jahre ist es her, dass sich Max Lippold, seinerzeit absoluter Leistungsträger beim Handball-Landesligisten VfL Wanfried, dazu entschloss, in Zukunft das Trikot des damaligen Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg zu tragen.

Bereut hat der sympathische Wanfrieder trotz sportlichen Anfangsschwierigkeiten diesen Wechsel zu keiner Zeit und so ist die jetzt erfolgte Vertragsverlängerung die logische Konsequenz der harmonischen Zusammenarbeit zwischen Verein und Spieler. Wir haben uns mit dem Lehramtsstudenten zum Interview getroffen.

Drei Jahre bei der ESG Gensungen/Felsberg, wie lautet dein Fazit, Max?

Insgesamt wurden meine Erwartungen deutlich übertroffen, auch wenn es gerade am Anfang nicht einfach war. In Wanfried war ich es gewohnt, fast in jedem Spiel 60 Minuten auf der Platte zu stehen, in Gensungen musste ich dann erstmal mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen. Das war nicht einfach, denn als Sportler willst du immer spielen.

Aber mit Benedikt Hütt hatte ich auch einen starken Konkurrenten vor mir. So habe ich im ersten Jahr viel gelernt und beim coronabedingten Abbruch der Saison (die ESG war zu dem Zeitpunkt des Abbruchs mit 31:7 Punkten Tabellenführer und dadurch aufstiegsberechtigt; Anm. d. Red.) konnten wir mit dem Drittligaaufstieg auch sportlich etwas feiern. In der ersten Drittligasaison hatte ich dann schon mehr Spielanteile und dieses Jahr habe ich mich endgültig durchgesetzt.

Momentan geht die Tendenz leider eher in Richtung eines Abstieges.

Ich hoffe, dass wir am Ende der Saison den Klassenerhalt schaffen und auch nächstes Jahr in der dritten Liga spielen. Zuletzt hat unsere Formkurve nach oben gezeigt und von daher gehe ich mit viel Optimismus in die restliche Saison.

Wie kam es nun zu der Vertragsverlängerung?

Ich denke, der Verein hat gesehen, dass ich mich positiv entwickelt habe und traut mir wohl noch einiges zu. Das ist auch das Ziel, was ich mir selbst gesteckt habe. Mich weiterzuentwickeln, um der Mannschaft helfen zu können, die angestrebten Ziele zu erreichen.

Dafür muss ich noch sicherer im Abschluss werden und auch körperlich zulegen. Aber hier passt auch das Umfeld. Von daher musste ich nicht lange überlegen, zumal hier alles noch sehr familiär zugeht und eine großartige Atmosphäre im Verein herrscht.

In welcher Form besteht noch der persönliche Kontakt in deine Heimat?

Ich beobachte natürlich nach wie vor den heimischen Handball und dort insbesondere meinen Ex-Verein, den VfL Wanfried. Wenn es die Zeit zulässt, versuche ich auch als Zuschauer und Fan vor Ort zu sein. Erst vor zwei Wochen war ich beim Sieg in Rotenburg.

Mit Stefan Schröder, Henning Wehr und etlichen anderen Akteuren habe ich noch relativ viel Kontakt und ich freue mich auch, wenn die Jungs bei meinen Heimspielen zuschauen. Auch dadurch, dass meine Familie noch in Altenburschla wohnt, bleibt die Verbindung zur Heimat stets bestehen.

Max, du hast sowohl für die Handballer als auch die Fußballer des VfL gespielt. Was ist wahrscheinlicher: Der Aufstieg der Fußballer in die Gruppenliga oder das Erreichen der Aufstiegsrunde für die Handballer?

Das ist eine „böse“ Frage (lacht). Durch die Niederlage in Hersfeld dürfte es sehr schwer werden für die Handballer, noch die Meisterschaftsrunde zu erreichen, zumal man das Schicksal nicht in eigener Hand hat. Der Klassenerhalt sollte aber auf jeden Fall nicht mehr in Gefahr geraten.

Von daher haben die Fußballer aus meiner Sicht die etwas besseren Chancen, am Ende der Saison aufzusteigen, aber neben Können benötigen Sie auch das notwendige Quäntchen Glück, ohne das es im Sport nicht geht.

Letzte Frage: Sehen wir dich in der Zukunft noch einmal in einem der Trikots des VfL Wanfried?

Ich könnte mir vorstellen, eines Tages wieder in die Heimat zu ziehen und dann sowohl das Trikot der Fußballer als auch das der Handballer noch einmal zu tragen. Aber das ist noch weit weg. Im Moment fühle ich mich in Gensungen sehr wohl und möchte dort noch einige Dinge erreichen.

Zur Person

Max Lippold (25) stammt aus Wanfried-Altenburschla und spielte seit seiner frühesten Jugend Handball und Fußball für den VfL Wanfried. Im Jahr 2019 wechselte der damals noch 22-Jährige zum Handball-Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg. Der Linksaußen studiert im zehnten Semester in Kassel Biologie und Sport auf Lehramt und trainiert in seiner Freizeit die C-Jugend der ESG Gensungen/Felsberg. 

(Stefan Konklowsky)

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