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Der Hersfelder Niklas Kürten ist ein sportliches Multitalent

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Starker Keeper: Niklas Kürten, hier als Torhüter zwischen den Pfosten des TVH.
Starker Keeper: Niklas Kürten, hier als Torhüter zwischen den Pfosten des TVH. © Stefan Kost-Siepl

Handball, Fußball, Lollslauf: Der Hersfelder Niklas Kürten ist ein sportliches Multitalent. Im Mittelpunkt für ihn steht der Handball beim TV Hersfeld.

Bad Hersfeld – Es wird ein hartes Wochenende für Niklas Kürten. Am heutigen Samstag wird der 20-jährige Hersfelder sich am frühen Nachmittag die Sporttasche schnappen und zusammen mit seinem Teamkollegen vom TV Hersfeld nach Guxhagen fahren – das Auswärtsspiel in der Handball-Landesliga beim Achten Körle/Guxhagen wartet. Es ist Kampf um den Klassenerhalt – es geht um wichtige Punkte.

Am Sonntag ist er dann um 10 Uhr auf dem Linggplatz – Lollslauf-Start über die fünf Kilometer. Im vergangenen Jahr schaffte er über diese Distanz Rang fünf. Und nachmittags spielt er dann Fußball in der Kreisoberliga. Für seine Mannschaft, die SG Haunetal, steht in Neukirchen das Derby gegen Kiebitzgrund auf dem Programm.

Handball, Lollslauf, Fußball – Nicki, wie ihn seine Freunde nennen, ist ein sportliches Multitalent. Sport war schon das Leistungskursfach des gebürtigen Hersfelders an der Modellschule Obersberg, Sport und Biologie studiert er in Kassel auf Lehramt.

Im Mittelpunkt aber stets: der Handball. „Der TVH genießt Priorität“, sagt der Keeper. „Wenn sich Training oder Spiel mit den anderen Sportarten überschneiden, steht der Handball immer oben an.“ Seit dem vierten Lebensjahr schon spielt er beim TVH, wurde in der Jugend mehrfach zusammen mit David Schikarski in die Hessenauswahl berufen, während er im Fußball in der C-Jugend stoppte – und erst im Sommer wieder einstieg.

Am vergangenen Samstag hatte er mit seinem Team den ersten Sieg im Derby gegen Rotenburg errungen. „Das sollte uns Motivation für das nächste Spiel in Guxhagen geben“, sagt der Keeper, der mit einigen Paraden, darunter zwei gehaltenen Siebenmetern, zum Sieg beitrug, ehe er von einem Kopftreffer außer Gefecht gesetzt wurde.

Mit dem um fast 20 Jahre älteren Sascha Kepert, dem zweiten TVH-Torwart, versteht er sich im Übrigen fast blind: „Vom Kepi kann man sich einiges abschauen. Zum Beispiel die Ruhe.“ Während Kepert eher ein „Steher“-Typ ist, ist Kürten der „Springer“ mit viel Bewegung auf der Linie. Christian Weiß hat Vertrauen in die beiden. „Sie wechseln sich auch gegenseitig aus, wenn einer eine Pause braucht.“ Ein echtes Vorbild für den Hersfelder ist auch Niklas Landin, der dänische Torhüter des THW Kiel, für ihn. „Sein Stellungsspiel schaue ich mir sehr genau an.“

Sein Trainer beim TVH ist irgendwie auch ein bisschen Fan von Kürten. Weiß, früher auch Niklas’ Leistungskurslehrer am Obersberg, hält große Stücke auf das Torhüter-Talent: „Niklas ist ein toller Typ, der auch in der Mannschaft hohe Anerkennung genießt.“  Weiß war schon in der D-Jugend sein Coach. „Ich habe seine Entwicklung verfolgen dürfen. Er ist ehrgeizig und wissbegierig. Er ist einer, der den Sport lebt. Und der auch, positiv gemeint, jeden Scheiß mitmacht.“ Der Coach schätzt vor allem Zuverlässigkeit und Trainingsfleiß. Erst vor Kurzem, beim Basketball-Firmenturnier auf dem Linggplatz, hatte er ihn angerufen. Und selbstredend hatte Niklas mitgemacht und seinen Teil dazu beigetragen, dass seine Mannschaft der MSO auch ins Finale kam.

Zum Fußball kam er wieder über Freunde wie zum Beispiel Timo Lübeck, den Haunetaler Bürgermeister. Aufgrund seiner Fitness und seiner Laufstärke nahm ihn Cino Schwab, der neue Haunetaler Trainer, unter seine Fittiche und setzte ihn im Sturm ein. Obwohl er noch keinen Treffer erzielt hat, hat er großen Spaß. Sein größter Wunsch: Mit beiden Mannschaften den Klassenerhalt schaffen. Wer drückt dem jungen Multitalent dabei nicht die Daumen?

(Hartmut Wenzel)

Abgezogen: Niklas Kürten beim Torschuss für die SG Haunetal, hier im Spiel gegen Wildeck.
Abgezogen: Niklas Kürten beim Torschuss für die SG Haunetal, hier im Spiel gegen Wildeck. © Hartmut Wenzel

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