Meinungen zum geplanten Spielmodus

Teilung der Fußball-Gruppenliga: Mehr Derbys – mehr Zuschauer?

Ante Markesic, Trainer der SG Eiterfeld/Leimbach
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Ante Markesic, Trainer der SG Eiterfeld/Leimbach

Mit der geplanten Teilung der Fußball-Gruppenliga Fulda begeben sich die betreffenden Klubs auf Neuland. Wir haben uns im Kreis umgehört, wie die Meinungen zu diesen Plänen sind.

Eiterfeld/Oberaula/Hönebach - Ante Markesic, Trainer der SG Eiterfeld/Leimbach, geht gelassen mit der Situation um. „Ich habe noch keine klare Meinung, aber ich bin nicht abgeneigt, das einmal auszuprobieren“, sagt er. Durch Corona sei ohnehin vieles anders als in der Vergangenheit. „Wichtig ist, dass wir wieder trainieren und spielen können. Warum sollten wir dem neuen Modus keine Chance geben“, fragt der Kroate. Für die Zuschauer könnte die regionale Teilung der Ligen ein Anreiz sein, da mehr Derbys auf dem Plan stehen und Partien gegen Gegner aus größerer Entfernung wegfallen, meint der 51-Jährige.

„Langfristig wäre es sicher zu langweilig, wenn man nur gegen die halbe Liga und immer dieselben Gegner spielt. Aber für den Neustart nach Corona finde ich die Lösung nicht schlecht“, sagt der ehemalige Regionalligaspieler.

Ende Juni wird Markesic mit seinem Team in die Vorbereitung einsteigen. Vier Einheiten pro Woche plus ein Spiel werden die Eiterfelder dann absolvieren. Zuletzt habe man sich zweimal pro Woche getroffen und ein bisschen Fußball gespielt, berichtet Markesic. „Ich war positiv überrascht vom Fitnesszustand der Jungs“, sagt er zufrieden. Und: „Wir haben richtig Bock auf die Saison.“

26 Spieler konnte Horst Brandner, der neue Trainer der SG Aulatal, am vergangenen Freitag beim Trainingsauftakt in Oberaula begrüßen. Bei diese Beteiligung ist dem neuen Mann am Ruder nicht Bange vor den kommenden Aufgaben in der Gruppenliga. Der Coach bewertet die Aufteilung der Liga als gute Idee: „Aufgrund der Stärke der Klasse muss man ein starkes Brett bohren, wenn man 36 Punktspiele in einer Saison bestehen will.“

Horst Brandner, neuer Trainer der SG Aulatal

Das hieße auch im Klartext, dass an einigen Wochenenden Doppelspieltage eingeplant werden müssen – zumeist im Sommer. „Das Problem ist dann, dass wir fast ein Jahr kein Fußball gespielt haben und das dann gleich Vollbelastung gefahren wird – das birgt eine große Gefahr von Verletzungen“, ergänzt er. Im Falle der Aufteilung will der Coach die Abstiegsrunde vermeiden: „Wir wollen versuchen, uns nach dem vierten Rang nach dem Aufstieg und dem viertletzten Platz im vergangenen Jahr jetzt in der Liga zu etablieren.“ Dreimal die Woche wird er trainieren, hinzu kommt noch Teambuilding-Training im Kletterpark oder Wasserskifahren im Seepark.

Da niemand wisse, wie die Pandemie-Situation im Herbst aussehe, ist die Teilung für Tino Jäger, Trainer des ESV Hönebach, eine annehmbare Variante. Denn: „Es ist schwierig in so großen Gruppen eine komplette Saison durchzubekommen“, sagt der 40-Jährige, dessen Team im vergangenen Jahr zahlreiche Doppelspieltage meistern musste. „Die Teilung ist ein Schlüssel, um das zu entzerren“, sagt der Lehrer und gibt zu bedenken: „Dabei müssen aber auch die Rahmenbedingungen für die Vereine stimmen. Die Saison sollte so normal wie möglich vonstatten gehen.“ Und dazu gehören für Jäger, der am Freitag mit seinem Team ins Training startet, auch Zuschauer, Bratwurst und Bier. Die richtige Vorbereitung mit bis zu sechs Testspielen plant der ESV-Coach ab dem 2. Juli.

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