Im Darts und Schach

Duo in Zahlen: Mit 16 mischen Fabian Schmutzler und Vincent Keymer schon die Weltspitze auf

Fabian Schmutzler.
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Mit 16 Jahren richtig gut: Dartsspieler Fabian Schmutzler, der sich für die WM in London qualifiziert hat.

Sie sind gerade einmal 16 Jahre alt – und doch haben sie in ihren jeweiligen Sportarten schon ziemlich viel erreicht.

Der deutsche Darts-Spieler Fabian Schmutzler hat sich für den Höhepunkt des Jahres, die Weltmeisterschaft im Dezember im Londoner Alexandra Palace qualifiziert. Der deutsche Schachspieler Vincent Keymer steht in der deutschen Bestenliste auf Rang eins und hält mit der internationalen Konkurrenz mit. Schmutzler und Keymer sind unser Duo in Zahlen.

4 deutsche Spieler werden Stand jetzt bei der Darts-WM in London, die am 15. Dezember beginnt, dabei sein. Neben Schmutzler sind das noch Gabriel Clemens, Martin Schindler und Florian Hempel. Für den 16-Jährigen wird ist freilich das Debüt. Und er wird der zweitjüngste Spieler überhaupt sein, der im Ally Pally auf die Scheibe wirft. Nur der Australier Mitchell Clegg war 2007 ein paar Tage jünger als Schmutzler, als er in der ersten WM-Runde 0:3 gegen den Niederländer Raymond van Barneveld verlor.

5 Jahre war Vincent Keymer alt, als er mit dem Schachspielen begann. Damals lernte er es von seinen Eltern, die er drei Monate später schon besiegte. Erste Erfolge stellten sich dann 2015 und 2017 ein, als er mit der deutschen U18-Nationalmannschaft jeweils Europameister wurde. Parallel gehörten in seiner Kindheit auch noch Klavier- und Fußballspielen, Malen und Basteln zu den Hobbys.

7 Stunden dauerte das zweite Duell von Keymer gegen Weltmeister Magnus Carlsen, das der Deutsche am Ende verlor. Dass ihm aber eine große Zukunft bevorsteht, merkte bereits Ex-Weltmeister Garri Kasparow, der ihm 2016 den Vorstoß in die Weltspitze zutraute.

8 Punkte aus neun Partien bedeuteten den Sieg bei den Grenke Chess Open 2018 in Karlsruhe, als Keymer 49 Großmeister hinter sich ließ und selbst diese Stufe erreichte. Bei den Grenke Chess Classic 2019 spielte er eine Elo-Zahl von 2795, was die höchste Leistung eines Schachspielers unter 14 Jahren war.

12 Teile hat die Development Tour, über die sich Schmutzler, dessen Darts-Spitzname „The Fabulous Fab“ lautet, für die WM qualifiziert hat. Er gewann zwei Turniere und beendete die Tour auf Rang zwei. Weil der Erstplatzierte Rusty-Jake Rodriguez aus Österreich sein WM-Ticket aber bereits gelöst hat, rutscht Schmutzler nach. Besonders bemerkenswert: Der Deutsche wurde erst im Oktober 16 Jahre alt und durfte den ersten Teil dieser Tour altersbedingt noch gar nicht mitspielen.

44 Jahre ist Armin van Buuren alt. Was das mit Fabien Schmutzler zu tun hat? Der Song „Turn It Up“ des niederländischen DJs dient als Einlaufmusik des 16 Jahre alten Darts-Spielers.

2281 Follower hatte „the_fab_fab_“ – so der Name von Schmutzler bei Instagram – gestern Abend. Über dieses Medium gratulierte Max Hopp, bislang jüngster deutscher WM-Teilnehmer, dem Frankfurter, der großer Fan der Eintracht ist, und attestierte ihm „massig Potenzial!“.

2654 Elopunkte betrug Keymers Weltranglistenzahl nach seinem Sieg gegen Tschechiens Spitzenspieler David Navara. Eine jüngere Nummer eins in der deutschen Schach-Bestenliste als den 16 Jahre alten Abiturienten aus dem rheinhessischen Saulheim bei Mainz gibt es nicht. Er ist außerdem der jüngste deutsche Schach-Großmeister.

6000 Pfund also rund 7000 Euro erspielte Schmutzler am vergangenen Wochenende, als er sich für die Darts-WM qualifizierte. In London wird allein dafür, dass er dabei ist, eine ähnliche Summe dazukommen. Sollte er die erste Runde überstehen, wächst sein Preisgeld natürlich an – und er wäre dann zudem der jüngste Spieler in der Geschichte des Sports, der in die zweite Runde einzieht.

16 773 Dollar oder etwa 14 500 Euro Preisgeld bekam Vincent Keymer für seinen fünften Platz bei der Vorausscheidung zur Schach-WM in Riga. Unter mehr als 100 Großmeistern hatte er sogar bis zum Ende gute Chancen, einen der beiden Plätze für das Kandidatenturnier der WM zu ergattern. Erst vor wenigen Wochen hatte er Rang zwei bei der Europameisterschaft in Reykjavik gefeiert. (Maximilian Bülau und Torsten Kohlhaase)

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