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TV Hersfeld trotzt den Personalsorgen

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Von: Kristina Marth

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Sven Wiegel, Spieler des TV Hersfeld, beim Wurf.
Wichtige Stütze für den TVH: Sven Wiegel erzielte im Spiel gegen Wollrode am Samstag die meisten Treffer. © Friedhelm Eyert

Nach dem Sieg gegen den TSV Wollrode am Samstagabend herrscht bei Handball-Landesligist TV Hersfeld nicht nur eitel Sonnenschein. Das Team ist nach wie vor von Personalsorgen geplagt.

Bad Hersfeld –Ein Sieg, zwei Punkte – mehr aber auch nicht. Wenn man nach dem 27:24 gegen den TSV Wollrode am Samstagabend mit Christian Weiß sprach, hörte man vieles, aber eines nicht: Überschwänglichkeit oder großen Jubel ließ der TVH-Trainer auch nach dem ersten Saisonerfolg vermissen. Zu hundert Prozent zufrieden war er auch diesmal nicht. „Es war mehr Kampf und Krampf als ein schönes Spiel“, sagte er nach der Partie. Über den Kampf habe man jedoch hineingefunden und sich den Sieg am Ende auch verdient. In der Tat hatten die Hersfelder gute Phasen, in denen sie sich vor allem auf ihre starke Abwehr stützen konnten. Doch nicht nur in den Schlussminuten der ersten Hälfte schlichen sich auch immer wieder Fehler in ihr Spiel.

Ein Grund dafür, dass sich die Mannschaft derzeit schwertut, ist die personelle Lage im Hersfelder Team. Schon seit Wochen klagt Weiß über Kranke und Verletzte – eine klare Besserung ist auch aktuell nicht in Sicht. Nach der Verletzung von Marc Förtsch (zog sich im Training einen Muskelbündelriss zu) und seinem damit verbundenen längeren Ausfall mussten die Hersfelder am Samstagabend in der zweiten Halbzeit nun auch noch auf Jonas Rübenstahl und Jonathan Kromm verzichten. Beide hatten sich im ersten Abschnitt verletzt – bei Kromm (Schlag auf die Schläfe) ist Weiß für die kommenden Tage zuversichtlich, bei Rübenstahl bliebe es abzuwarten, meint der Coach.

Reaktivieren konnte er dagegen am Wochenende Routinier Marco Kemmerzell – allerdings (vorerst) nur für dieses eine Spiel: „Gott sei Dank hatten wir im Mittelblock Marcos Hilfe, wo er auch wirklich sehr gut gearbeitet hat“, sagt Weiß und auch über David Schikarskis Einsatz, der am Samstag nach dem Spiel mit der zweiten Mannschaft zusätzlich die erste Mannschaft unterstützte, ist der Trainer froh. Positiv im Zusammenhang mit seinem Personal ist in seinen Augen auch die Flexibilität zu sehen. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir im Positionsaufbau so flexibel sind und viele Spieler auf verschiedenen Positionen spielen können“, erklärt er. Dass dadurch am Samstag einige Jungs nahezu die gesamte Spielzeit durchspielen mussten, sei natürlich in puncto Kräfteverschleiß eher ein Problem.

Für die kommende Woche hofft Weiß nun wie immer darauf, dass ein wenig Entspannung eintritt. „Ich brauche einfach meine Spieler im Training“, sagt er. „Wenn wir komplett sind, geht auch im nächsten Spiel in Wanfried etwas, wenn nicht, hängen die Trauben da natürlich extrem hoch.“

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