East Belgian Rallye: Zweites Rotenburger Team wird unfair ausgebremst

Klassensieg für Alexys

Nach starker Vorstellung von einem Porsche in Belgien ins Abseits gezwungen: Konstantin Keil/Steffanie Fritzenmeier vom RSC Rotenburg in ihrem Skoda Fabia R 2. Foto: nh

Rotenburg/Sankt Vith. Gleich zwei Teams des Rallye-Sport-Club (RSC) Rotenburg gingen in Sankt Vith (Belgien) bei der East Belgian Rallye an den Start: Carsten und Michaela Alexy (Rotenburg) auf Audi Quattro S 2 sowie Konstantin Keil/Steffanie Fritzenmeier (Niestetal/Bielefeld) auf Skoda Fabia R 2.

Bereits beim Abfahren der 13 Wertungsprüfungen (WP) mit einer Länge von insgesamt 160 Kilometern wurde dem Quartett klar, dass anspruchsvolle Aufgaben warten. Die Straßenbeläge reichten von glattem Asphalt über Splitt bis hin zu Schotter. Außerdem waren alle Prüfungen an einem einzigen, langen Tag zu absolvieren.

Bereits auf der zweiten WP setzen sich Keil/Fritzenmeier an die Spitze ihrer Klasse. Nachdem sie das Fahrwerk ihres Skoda nochmals verstellt hatten, lief es noch besser. Nach der dritten WP hatten sie sich auch im Gesamtklassement weiter nach vorne gearbeitet.

Auf der vierten Wertungsprüfung allerdings kam das Aus. Wegen des unfairen Verhaltens eines Porscheteams mussten Keil/Fritzenmeier ihr Fahrzeug abstellen. Bereits nach drei Kilometern hatten sie den Porsche eingeholt, der eine Minute vor ihnen gestartet war. Trotz Lichthupe und winkenden Zuschauern ließ sich der Porschefahrer nicht erweichen, dem wesentlich schnelleren RSC-Team Platz zu machen.

Nachdem das Rotenburger Duo schon fünf Kilometer hinter dem Porsche hergeschlichen war, bremste der auf gerader Strecke urplötzlich ab. Trotz Vollbremsung rutschte der Skoda in das Heck des Porsches und trug einen Schaden am Ölkühler davon. An ein Weiterfahren war nicht zu denken. Konstantin Keil meinte geknickt: „Wir haben uns freundlich beim Porscheteam für seine Fairness bedankt. Mehr ist nicht zu sagen.“

Von Beginn an beherrschten die Alexys die starke Konkurrenz in der Klasse E 12. Trotz eines Verbremsers in einer mittelschnellen Kurve behielten sie mit ihrem Audi Quattro die Führung bis ins Ziel. Damit waren sie das beste deutsche Team in ihrer Klasse. Unter 160 Startern belegten sie zudem Rang 24 der Gesamtwertung.

Michaela Alexy bedankte sich bei ihrem Serviceteam und stellte fest: „Das war die schwierigste Rallye seit 15 Jahren. Wir freuen uns sehr über die Platzierung.“

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