Kimberly Gundlach fuhr in Leipzig vor 14 000 Zuschauern

Motocross extrem

42 PS unterm Sattel: Kimberly Gundlach lenkt eine 250er Honda. Fotos: privat

Landwehrhagen. Kimberly Gundlach aus Landwehrhagen gehört zu den besten deutschen Nachwuchsfahrerinnen im Motocross. Kürzlich durfte die 15-Jährige bei einem besonderen Hightlight mitmischen: dem Supercross in der Leipziger Messehalle.

Die Herausforderung war groß. Zahlreiche Wellen und weite Sprünge waren zu bewältigen. Auch das Umfeld beeindruckte. Lasershow, feuerspeiende Säulen und fetzige Musik heizten die begeisterten Zuschauermassen an. Über zehntausend Motocrossfans bevölkerten die Ränge. Natürlich in erster Linie, um die Profis im Freestyle zu sehen mit ihren atemberaubenden Flugeinlagen.

In diesem spektakulären Umfeld galt es für die Newcomerin aus Landwehrhagen, die Nerven zu behalten. „Im ersten Moment war es schon ein komisches Gefühl in dieser riesigen Halle“, meint die Elftklässlerin des Kasseler Goethe-Gymnasiums, „aber ich war ja gut vorbereitet.“ Im Vorfeld hatte sie im Training Extra-Schichten geschoben. Bei Cross-Spezialist Stefan Ludwig, der in Tebra bei Sondershausen einen Hallenparcours betreibt, sammelte sie Erfahrung und erhielt wichtige Tipps. So war sie gerüstet.

„Der erste Start war richtig gut und ich konnte als Fünfte um die erste Kurve fahren. Am Ende reichte es im ersten Lauf für den achten Platz von zwölf Starterinnen. Das zweite Rennen konnte ich als Neunte beenden“, berichtet die Staufenbergerin.

Einen Tag später konnte sie sich ebenfalls für die Rennen qualifizieren. Vor 14 000 Fans sprang Rang elf heraus. Gewöhnungsbedürftig waren in Leipzig auch die Startzeiten. Ein Lauf begann erst um kurz vor halb zwölf in der Nacht. „Da liegt eine 15-Jährige normalerweise schon im Bett“, sagt Kimberlys Vater Matthias, der bei den Rennen immer dabei ist. Letztlich kamen die Gundlachs in dieser Nacht erst um zwei Uhr morgens im Hotel zur Ruhe.

„So eine Großveranstaltung ist ein tolles Erlebnis, es ist ein gutes Gefühl, vor so einem großen Publikum zu fahren, die alle völlig begeistert von meinem Sport sind“, sagt der Blondschopf, der für das Helsaer SSM-Racing-Team fährt. Sie will weiter angreifen. Im ADAC-Ladies-Cup misst sie sich mit den besten deutschen Damen. „Wenn es gut läuft, möchte ich auch die WM im Sommer fahren.“

Von Manuel Brandenstein

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