Über 1200 Zuschauer waren da

Rekordkulisse in Fürstenhagen beim Nacht-Trial des MSC Weser-Solling

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Atemberaubend war, was die Athleten den Zuschauern boten. Hier Sieger Franz Kadlec.

Die Show beim Nacht-Trial des MSC Weser-Solling vor der Rekordkulisse von mehr als 1200 Zuschauern gehörte dem 22 Jahre alten Bayern Franz Xaver Kadlec (AMC Holzkirchen).

Er düpierte mit drei fehlerfreien Umläufen durch sieben Sektionen nicht nur die Konkurrenz, sondern baute mit seinem Sieg auch gleich noch seine souveräne Führung in der Deutschen Meisterschaft nach fünf von acht Läufen aus.

Die Fans des artistischen Motorradfahrens über Felsen und andere Hindernisse sahen einen Sieger, der sich von den Schwierigkeiten völlig unbeeindruckt zeigte. Der Lohn: Er war der erste Fahrer in der Geschichte des seit 1986 ausgetragenen Trials, der sich nicht einen einzigen Fehler leistete.

Atemberaubend war, was die Athleten den Zuschauern boten. Hier Sieger Franz Kadlec (rechts und unten) sowie Paul Reumschüssel.

Obwohl es in dem Wettbewerb „nur“ um das dreimalige Bewältigen der sieben Sektionen möglichst ohne Bodenberührung bei Einhaltung eines Zeitlimits geht, flog er geradezu über die Strecke mit den bis zu 1,80 Meter hohen Sandsteinfelsen. Mit Tunnelblick und der absoluten Beherrschung seiner 70 Kilogramm leichten Maschine des Typs TRRS Gold 300 ließ der Europameister, Vize-Junioren-Weltmeister und fünfmalige Deutsche Meister der Konkurrenz keine Chance. Nach 2015 war es sein zweiter Erfolg in Fürstenhagen.

Auf Platz zwei kam Max Faude (Sindelfingen). Bronze ging an Nachwuchs-Hoffnung Paul Reumschüssel (Steinbach). Fachleute sagen dem erst 18-Jährigen eine große Zukunft voraus. Zurzeit ist er der jüngste Fahrer, der auf diesem Niveau unterwegs ist. Bereits im vergangenen Jahr hatte er sich als Neueinsteiger bis auf Platz sieben bei den Deutschen Meisterschaften vorgekämpft.

In diesem Jahr läuft es noch besser. Vor den noch drei ausstehenden Läufen ist Reumschüssel mit 69 Punkten bereits Dritter. Knapp davor mit 71 Zählern rangiert Hendrik Binder, der Samstagabend Fünfter wurde. Führender ist und bleibt Franz Kadlec mit kaum noch einzuholenden 100 Punkten. In der Weltrangliste ist er zudem Neunter und damit natürlich bester Deutscher. Dominiert wird die internationale Trial-Szene von Fahrern aus Spanien, Japan, Großbritannien und Frankreich.

Beim Veranstalter MSC Weser-Solling war die Freude groß über den gelungenen Lauf zur Deutschen Meisterschaft. Mit ausschlaggebend dafür war, dass die zu absolvierenden Sektionen anspruchsvoll, aber kompakt aufgebaut sind.  zhp

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