Motorsport: Der MSC Weser-Solling ist am 12. August Gastgeber der 19. Auflage des Nacht-Trial

Ein Spektakel auf zwei Rädern

Artisten auf zwei Rädern: Beim Nacht-Trial in Fürstenhagen bekommen die Zuschauer spektakuläre Aktionen zu sehen. Das rechte Foto zeigt den Lokalmatadoren und Sportleiter Manfred Sustrate vom ausrichtenden MSC Weser-Solling Archivfotos: Spannuth/nh

Fürstenhagen. Deutschlands Trial-Szene macht sich langsam startklar für den Saison-Höhepunkt. Am Samstag, 12. August, steigen ein Dutzend Top-Piloten aus ganz Europa in Uslar-Fürstenhagen auf ihre Gelände-Motorräder und starten zur Fahrt in die Nacht.

Alle zwei Jahre veranstaltet der MSC Weser-Solling sein Nacht-Trial. Das Flutlicht-Event ist nach Angaben des Ausrichters die größte Trial-Veranstaltung in Deutschland. Am 12. August steigt die 19. Auflage. Bis kurz vor Mitternacht fahren die Piloten vier Mal durch sechs Geländesektionen. Mit viel Gefühl und reichlich Koordination geht es spektakulär über meterhohe Felsbrocken, durch Sandsteinfelder und über knifflige Felsstufen. Sieger wird, wer seine Füße nicht auf den Boden setzt.

Die ersten Weichen für das Nacht-Trial 2017 wurden bereits vor einem Jahr gestellt. Und das ohne Zutun des MSC: „Das Hochwasser im Sommer 2016 hat einen Teil unseres Geländes unterspült. Wir sehen das positiv und gestalten fünf der sechs Sektionen neu“, sagt Dietrich Siemon, 1. Vorsitzender des Vereins.

15 Tonnen Material

Seit sechs Wochen feilt die acht Mann starke Aufbau-Crew am Parcours. „Wir bringen den Untergrund wieder in Ordnung, setzen Steine um und arbeiten neue Fahrspuren heraus“, sagt Sportleiter Manfred Sustrate. „Insgesamt haben wir dabei 15 Tonnen Material bewegt.“

Völlig neu gestaltet wird die Sektion 4. Bei der Ausfahrt müssen die Piloten mit ihren 70 Kilogramm leichten Maschinen fast ansatzlos über einen 2,5 Meter hohen senkrecht stehenden Felsen springen. Ein neu angelegter Zuschauerbereich bietet einen tollen Blick auf das Hindernis.

Zuschauerfreundlich ist auch der übrige Aufbau des Nacht-Trials. Die Sektionen verteilen sich auf einer Länge von nur 300 Metern und bieten zahlreiche Einblicke in das sportliche Geschehen.

Noch zwei große Arbeits-Wochenenden plant der Verein bis Anfang August. Eine Woche vor dem Start wird die Schlagzahl dann auf tägliche Einsätze erhöht. Die MSCer stecken Strecke und Zuschauerbereiche ab, bauen Flutlichtmasten und Verpflegungsstände auf. „Wir haben in den vergangenen 30 Jahren zwar eine gewisse Routine entwickelt, aber etwas kribbelig wird es immer noch. Denn auch nach diesen 30 Jahren ist das Nacht-Trial immer noch einzigartig“, sagt Dietrich Siemon. (mwa)

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