Motorsport: Fahrer-Trio dominiert beim Quad-Rennen des AMCC Heringen – Wetter schlechter denn je

Ungarn stehen nicht im Regen

Es war eine Schlammschlacht: Das Quadrennen in Heringen am Sonntag litt unter dem Dauerregen. Die mutigen Fahrer zeigten dennoch vollen Einsatz, boten ansprechende Leistungen und kamen ohne Unfälle durch. Foto: Eyert

Heringen. Es war in mehrfacher Hinsicht eine Premiere für die Isotec-DMV Quad Challenge: In Heringen wurde am Sonntag zum ersten Mal ein Rennen ungekürzt bei ununterbrochenem Regen durchgezogen. Noch nie aber war ein Rennen der Serie früher beendet: Um 14.52 Uhr mit dem 32. und letzten Rennlauf. Und erstmals starteten drei Fahrer aus Ungarn, die sämtliche für sie zu ergatternde Siegerpokale mit nach Hause nahmen.

Programm durchgepeitscht

Der AMCC Heringen um seinen Vorsitzenden Hans Körtzel vollbrachte dabei eine organisatorische Glanzleistung und ließ sich von dem am Vormittag einsetzenden Regen - nachdem es wochenlang an der Werra keinen Tropfen geregnet hatte - nicht entmutigen. In Windeseile wurden freies Training, Pflichttraining und der erste Wertungsdurchgang am Vormittag vorgezogen, die restlichen Läufe ab 13 Uhr ohne Fahrervorstellung durchgepeitscht.

So war die Bahn, trotz des vielen Regens, auch zu den letzten Läufen noch befahrbar. Von einem technisch bedingten Unfall von Stefan Wagner abgesehen, gab es auch keinen einzigen Sturz.

Für eine erfrischende Belebung sorgte der überraschende Auftritt der drei ungarischen Quadfahrer Krisztian Csaba, Istvan Regi und Tibor Harangozo. Die aus 800 bis 1200 Kilometern Entfernung angereisten Männer steigerten sich von Lauf zu Lauf und ließen den deutschen Topfahrern keine Chance. Harangozo gewann die 450er-Klasse; Csaba und Regi domierten die Königsklasse MEFO Sport.

Beginnen wir aber mit der Automatik-Klasse: Nach Heinz Brandts Unfall in Homberg und dem Rücktritt diverser Fahrer standen nur noch drei Piloten an der Startampel: Bernd Schomber erzielte mit Punktemaximum seinen ersten Tagessieg in Heringen. Zweiter wurde Rookie Milan Dreier vor Angenrod-Siegerin Corina Schomber, die lange mit ihrem Start gezögert hatte. In der Rookies-Klasse setzten sich dann die üblichen Verdächtigen durch: Tagessieger Marcel Brüner musste sich nur einmal Marco Hellwig beugen. Dritter wurde Gastfahrer Gabriel Hilpert vor Saskia Brüner.

Spektakulär verliefen die mit vier Fahrern besetzten vier Läufe in der der 450-ccm-Klasse: Der 26-jährige Ungar Harangonzo wurde im ersten Lauf hinter Stephan Bischoff Zweiter. Doch dann gab der Mann aus Eger an der österreichischen Grenze den Ton an und siegte unangefochten.

Bischoff konnte sich damit trösten, dass er die volle Punktzahl zur Isotec-DMV Quad Challenge kassiert. Denn erplatzierte sich vor seinem Klubkameraden „Matze“ Hahnke und Dietmar Ziegler. Die „Königsklasse“ MEFO Sport Open wurde ihrem Namen gerecht wie nie zuvor: Bei den äußerst schwierigen Bahnverhältnissen kämpften die neun Fahrer auf Biegen und Brechen. Die Action hätte auf einer trockenen, topfebenen Bahn nicht besser sein können. In den sechs Vorläufen gab es drei verschiedene Sieger. Aber der 37-jährige Ungar Krisztian Csaba fuhr mit seiner KTM-BM in einer eigenen Wertungsklasse. Mit Maximum zog er ins A-Finale ein, wo er auf Bischoff (11 Punkte), Detlef Brüner (16), seinen 28-jährigen Landsmann Istvan Regi (16) und Christian Bonkowski (14) traf. Das B-Finale um die Plätze fünf bis neun gewann Stefan Wagner, der im ersten Lauf gestürzt war.

Im A-Finale triumphierte dann nach einem Traumstart Regi und nahm seinem Landsmann Csaba den einzigen Zähler ab.

Brüner auf dem Podest

Hinter den beiden Ungarn konnten Brüner, der anfangs ganz hinten gelegenhatte, Bonkowski und Bischoff nur um die Plätze kämpfen. Detlef Brüner, der sich auf Rang drei vorkämpfte, schaffte es neben den Ungarn auch noch aufs Podium. (nh)

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