120 Starter beim Motocross des RTC Northeim in Badenhausen

Zwischen Schlamm und Wüste

Sprung ins Ziel: Die Sonne blickte durch die Wolken, als dieser Fahrer in Badenhausen seinen Auftritt hinter sich hatte. Fotos:  zsv

Badenhausen / Northeim. „Motocross-Fahrer müssen sich auf jedes Wetter einstellen und bei jedem Wetter fahren können“, sagt Friedel Friedhoff, Ehrenvorsitzender des RTC Northeim, der am Wochenende sein alljährliches Rennen in Badenhausen veranstaltet hat.

Die 120 Aktiven hatten dabei die Möglichkeit, ihr ganzes Können zu beweisen. Denn der Lauf zum Niedersachsen-Cup bot vom gefühlten Wüstensturm bis zur Schlammschlacht viele Hürden, die es zu überwinden galt.

Die erste war die Wartezeit am Samstag, da die staubtrockene Strecke erst gewässert werden und das Rennen um zwei Stunden verschoben werden musste. „Der Sonntag mit leichtem Regen war dann ideal“, sagt Friedhoff. Einsetzender Starkregen machte jedoch später vor allem den jüngeren Fahrern zu schaffen. Die MX5-Fahrer verzichteten daher auf den zweiten Wertungslauf.

Eine echte Motocross-Familie: Die Markowskis aus Hohnstedt mit (von links) Jamie, Team-Managerin Corina, Steven und Giana.

Unter den Samstags-Startern war auch die Familie Markowski aus Hohnstedt. Während Vater Steven in der Seniorenwertung Punkte sammeln wollte, fuhren seine Töchter Giana und Jamie in der Damenklasse. Vor zehn Jahren begann die heute 16-jährige Giana mit einer PW 50 von Yamaha mit 50 Kubikzentimetern Hubraum in der MX5-Klasse mit dem Motocross. Mittlerweile dreht sie auf einer großen Maschine mit 150 Kubikzentimetern ihre Runden.

Zur Vorbereitung auf den Niedersachsen-Cup trainierte sie drei Mal in Elbingerode. In der Cup-Wertung belegt sie derzeit den vierten Platz.

Schlammige Angelegenheit: Patrick Reichelt aus Uslar.

Lange spielte Vater Steven mit dem Gedanken, mit dem Motocross anzufangen, scheute aber lange die Anschaffung eines Motorrades. Von einem Freund konnte er schließlich eine gebrauchte Husqvarna erwerben und begann im Jahr 2011 in der MX2-Klasse. Ein paar Jahre später fuhr er in der MX1, seit vergangenem Jahr nun in der „ruhigeren“ Senioren-Klasse.

Dritte im Bunde ist Gianas 13-jährige Schwester Jamie. Sie begann auch mit sechs Jahren, hörte aber nach einem Jahr wieder auf. „Dieses Jahr war die Lust aber größer als die Angst“, sagt die Schülerin. „Noch kann ich meine Schwester nicht schlagen“, sagt sie. Dies gelang ihr auch nicht am Wochenende in Badenhausen, als Giana während des Rennens stürzte, sich den Finger brach und die Fingerkuppe abriss. Trotz dieser Verletzung fuhr sie weiter und kam als Vierte ins Ziel. Jamie wurde Neunte. (zsv)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.