Mr. Olympia bleibt das Ziel von Bodybuilder Budesheim

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Bald wieder an den Geräten: Tim Budesheim freut sich, dass die Fitnessstudios wieder öffnen, war aber auch während der Zwangspause alles andere als untätig.

Ab Freitag dürfen Hessens Fitnessstudios wieder öffnen – nicht nur für viele Hobbysportler Grund zur Freude. Auch Bodybuilding-Profi Tim Budesheim dürfte sich freuen.

Endlich kann er wieder zum (Trainings-)Alltag in Ray’s Fitness-Club in Philippsthal zurückkehren. Über die Zeit ohne Studio, Prioritäten und einiges mehr sprach der 29-Jährige mit uns im Interview.

Am 30. Mai werden Sie 30 Jahre alt. War ursprünglich eine große Party geplant?

Ja, ursprünglich war wirklich eine große Party geplant, zu der ich nicht nur Freunde, sondern auch Geschäftspartner einladen wollte. Das ist nun aber logischerweise leider abgesagt.

Wie wird Ihr Geburtstag nun aussehen?

Inzwischen haben sich die Einschränkungen ja schon ein bisschen gelockert und wir werden mal den Grill anschmeißen. Wir wohnen ja auf dem Dorf - da werden ganz bestimmt ein paar Leute vorbeikommen.

Ein Bodybuilder ohne Fitnessstudio - das ist erst einmal schwer vorstellbar. Hat das Virus Ihren Alltag komplett auf den Kopf gestellt?

Komplett nicht, denn als Bodybuilder führt man ja eine Einzelsportart durch und lebt ohnehin schon ein bisschen isoliert. Das kann ich nun auch weiterhin machen und auch Gott sei Dank weiter trainieren, allerdings nicht im Fitnessstudio, sondern privat, teilweise auch mit der Ausrüstung eines Freundes. An dem Punkt hat sich also nicht so viel geändert, an anderer Stelle aber schon.

Und an welcher?

Naja, mein Alltag sah so aus, dass ich beispielsweise meine Social-Media-Arbeit recht viel im Fitnessstudio gemacht habe und das funktioniert im Moment natürlich nicht. Zudem habe ich normalerweise unglaublich viele sportliche Termine an Wochenenden, gebe beispielsweise Ernährungs- oder Motivationsseminare in Fitnessstudios oder Shops - die sind natürlich alle abgesagt worden.

Sie mussten vor einigen Monaten aufgrund von Darmproblemen komplett zurückfahren. Geht es Ihnen mittlerweile wieder gut?

Ja, ich habe mich glaube ich vier Wochen lang von nur acht Lebensmitteln ernährt und dann nach einer Ausschlussdiagnostik getestet, was ich vertrage und was nicht. So wurde es dann relativ schnell besser. Damals war das wirklich ziemlich bescheiden, aber mittlerweile bin ich eigentlich sogar froh, dass es so kam. Durch diese Probleme habe ich mich viel mit dem Thema Darmgesundheit und Verdauung auseinandergesetzt und einiges an Erfahrung und Wissen hinzugewonnen, was ich jetzt auch weitergeben kann.

Wo liegen aktuell Ihre Trainingsschwerpunkte und -ziele?

Mein ganzes Leben ist im Prinzip ein reines Priorisieren, da man nicht gleichzeitig in jedem Bereich Vollgas geben kann. Vor der Corona-Krise lag meine Priorität erst einmal auf dem Kraftaufbau, um im Herbst einen Wettkampf zu bestreiten, danach wollte ich dann in Ruhe meine Bachelorarbeit schreiben. Nun hat sich das aber unfreiwillig geändert, da es wohl keinen Wettkampf gibt. Ich trainiere jetzt ganz normal weiter, aber die Priorität liegt gerade klar auf der Familie: Ich bin viel zu Hause, versuche das zu genießen und ein paar Dinge zu erledigen, sodass ich, wenn es dann weitergeht, wieder in anderen Dingen Vollgas geben kann.

Vollgas geben ist ein schönes Stichwort: Wie geht es nach Corona weiter?

Naja, für den Herbst wäre der Plan klar gewesen, da hätte ich an einem Wettkampf in Atlanta teilnehmen wollen, den der Schauspieler Dwayne „The Rock“ Johnson zum ersten Mal veranstaltet. Was dann im Frühjahr Sinn macht, weiß ich noch nicht. Zum einen muss der Wettkampf aus sportlicher und marketingtechnischer Sicht passen, zum anderen steht dann ja die Bachelorarbeit an, die für mich auf jeden Fall Priorität hat.

Und wenn Sie darüber hinaus in die Zukunft blicken, gibt es da noch ein „großes Ziel“?

Zuerst auf jeden Fall das Studium abzuschließen. Und dann irgendwann einmal am großen Mr. Olympia-Wettkampf teilzunehmen.

Von Kristina Marth

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