MSC Bad Hersfeld leidet  unter Ausfall des Grasbahnrennens

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Ausgebremst: Der MSC Bad Hersfeld kann wegen der Corona-Pandemie im August sein Grasbahnrennen nicht ausrichten.

Der MSC Bad Hersfeld hat am Ausfall des traditionellen Grasbahnrennens, das für den 15. August geplant war, zu knabbern. Die Existenz des Klubs ist aber nicht bedroht.

Dennis Schäfer hat seinen Humor nicht verloren. „Wir haben doch schon so einiges durch – wir werden auch das überleben“, sagt der Rennleiter des MSC Bad Hersfeld. „Das“ ist in diesem Fall die Absage des Flutlichtrennens, das für den 15. August auf der vereinseigenen Grasbahn geplant war.

Dort sollten die Solisten der internationalen B-Klasse ihren Deutschen Meister ausfahren. Das wird nun nichts: Das Corona-Virus erweist sich auch für den Motorsport als Bremsklotz. Weil Großveranstaltungen mindestens bis zum 31. August nicht erlaubt sind, muss auch das Grasbahnrennen ausfallen, das sich jeher als Zuschauermagnet erwiesen hat.

Für den kleinen Hersfelder Klub bedeutet das einen immensen Einnahmeverlust, der laut Schäfer aber nicht existenzbedrohend sein soll. Gleichwohl weist er auf die laufenden Kosten für das Vereinsheim und die Pflege der Anlage hin. „Der finanzielle Einbruch ist da. Das steht außer Frage. Aber wir packen das schon“, sagt er.

Weil auch die Mückenstürmer Classics im Mai ausgefallen sind, steht der MSC nun ohne eine einzige Veranstaltung da. Ihr Quad-Wochenende hatten die Hersfelder ohnehin abgesagt, weil in den letzten Jahren sowohl immer weniger Zuschauer, als auch Teilnehmer kamen. Außerdem sei zu viel Arbeit für zu wenige Helfer angefallen Es sei schwer, seinen Mitgliedern „Draufleger-Geschäfte“ zu erklären, berichtet Schäfer. Schon in der Vergangenheit musste der MSC einige Grasbahnrennen absagen beziehungsweise abbrechen, weil starker Regen die Bahn unbefahrbar gemacht hatte. Auf Sicht mache sich das natürlich schon bemerkbar, räumt der Rennleiter ein.

Weil viele Betriebe in der Corona-Krise auf Kurzarbeit umgestellt hätten, habe sich die Sponsoren-Akquise – unter anderem für das Programmheft – diesmal schwieriger als sonst gestaltet. Schäfer gibt auch zu, kein gutes Gefühl dabei gehabt zu haben, in dieser schwierigen Situation überhaupt Sponsoren anzusprechen.

Und wie geht es jetzt weiter für den MSC? Eventuell Ende Oktober mit einer „Mini-Mückenstürmer-Classics“ auf dem eigenen Gelände – und nicht in der Innenstadt. Zudem ist Schäfer zuversichtlich, dass die Klubs, deren Rennen in diesem Jahr ausfallen mussten, im nächsten Jahr erneut als Veranstalter ausgewählt werden. Erste Gespräche mit dem Verband hätten stattgefunden. „Das hörte sich eigentlich ganz gut an“, verrät Schäfer.

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