Vereine hoffen heute auf Grünes Licht

Gibt es für MT, Huskies und KSV heute Antwort auf die Zuschauer-Frage?

In Rot gekleidete Anhänger der Melsunger Handballer auf vollen Rängen in der Rothenbach-Halle.  Sie singen und trommeln und stehen.
+
Handball-Bundesliga: Fans der MT Melsungen auf vollen Rängen in der Rothenbach-Halle.

Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle und Vertreter der drei Klubs werden bei einer Pressekonferenz vorstellen, wie die Rückkehr in den Spielbetrieb aussehen soll. Aber ob es wirklich Grünes Licht geben wird? Die wichtigsten Themen, die dabei im Blickpunkt stehen könnten.

Die entscheidende Frage: Werden Zuschauer zugelassen? Mit welcher Antwort ist zu rechnen?

Vermutlich mit keiner entscheidenden Antwort auf die Zuschauer-Frage. Auf der Pressekonferenz des Landes Hessen wurde gestern eine Sitzung der Ministerpräsidenten aller Bundesländer für Ende August angekündigt. Dabei soll entschieden werden, ob – und wenn ja, wie viele Zuschauer in Stadien und Hallen zugelassen werden. Die steigende Zahl der Corona-Neuinfektionen hat den Hoffnungen auf Sport vor Fans einen empfindlichen Dämpfer versetzt. Das musste zuletzt auch die Fußball-Bundesliga erfahren, als die Gesundheitsminister der Länder klarstellten: Die Rückkehr der Fans habe derzeit keine Priorität. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sagte gestern aber auch: „Ohne Zuschauer können die Vereine auf Dauer nicht existieren“.

Was könnte stattdessen heute im Mittelpunkt stehen?

Die Hygienekonzepte, die alle drei Klubs vorlegen mussten. Sie sind zwingende Voraussetzung für Sportveranstaltungen mit mehr als 250 Zuschauern. Regine Bresler, Leiterin des Kasseler Gesundheitsamtes, wird heute ebenfalls anwesend sein und vermutlich die wichtigsten Punkte der Konzepte erläutern. Bekannt ist, dass die Klubs bei ihren ersten Versuchen nachbessern mussten – was vor allem wohl den KSV und die Huskies betraf.

Was könnten die Knackpunkte in Stadien und Hallen sein?

Vor allem natürlich die Verteilung der Zuschauer auf den Tribünen. Dass auch Stehplätze genutzt werden, ist nahezu ausgeschlossen. Auch die Lenkung der Zuschauerströme vor und nach den Spielen sowie während der Partien mit Blick auf WC-Besuche und Cateringstände muss geklärt sein. Ob und was an Ess- und Trinkbarem verkauft wird, ist ebenfalls ein Thema. Und der Mundschutz? Wird bei den Hallensportarten Eishockey und Handball sicher Pflicht sein. Ob das Tragen von Mundschutz im Ausstadion mit seinen fast 9000 Sitzplätzen im Freien zwingend sein muss, ist eine andere Frage.

Wie ist die Situation beim ranghöchsten Klub, den Melsunger Handballern?

„Wir haben den großen Wunsch, vor Zuschauern zu spielen“, betonte Manager Axel Geerken zuletzt wiederholt. Allerdings dürfte bei der MT die Kapazität ein wichtiges Thema sein. Regulär finden 4300 Besucher in der Kasseler Rothenbach-Halle Platz. Die Verantwortlichen der Handball-Bundesliga (HBL) halten aktuell Hallenauslastungen von 20 bis 50 Prozent für realistisch. Das hieße im Fall der Melsunger, dass etwa 2000 Fans dabei sein dürften.

Die günstigen Gegebenheiten auf dem Messegelände sind ein Pfund. So gibt es genügend kostenfreie Parkplätze für eine geordnete An- und Abreise. In den Messehallen könnte die Zahl der Eingänge erhöht werden. Der Vip-Raum kann in eines der großen Nebengebäude auszulagert werden.

(Von Frank Ziemke und Björn Mahr)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.