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Handball-Bundesliga: MT Melsungen beendet Durststrecke mit Sieg beim Bergischen HC

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Von: Björn Mahr

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Gute Stimmung in Wuppertal: Bergischer HC - MT Melsungen
Gute Stimmung in Wuppertal: Am Ende feierte die MT. © Björn Mahr

Handball-Bundesligist MT Melsungen hat am drittletzten Spieltag der Saison seine Negativserie beendet und beim Bergischen HC gewonnen.

Wuppertal – Um kurz nach 18 Uhr war es geschafft. Handball-Bundesligist MT Melsungen hat zum ersten Mal seit dem 3. April wieder eine Spiel gewonnen. Beim Bergischen HC setzten sich die Nordhessen verdient mit 31:24 (14:9) durch. „Ich bin sehr zufrieden, wie meine Mannschaft heute gearbeitet hat“, erklärte MT-Coach Roberto Garcia Parrondo. Kapitän Kai Häfner sagte: „Der Sieg tut gut.“

Etliche Plätze in der Uni-Halle in Wuppertal blieben leer. Trotzdem machten die BHC-Fans von der ersten Sekunde an viel Stimmung. Lautstark angetrieben, kam der Gastgeber auch mit viel Tempo. Doch die MT hielt vor 1852 Zuschauern gut dagegen. Im Angriff hatten die Nordhessen gute Ideen – die Probleme auf der Mitte lösten die Melsunger mit einer Umstellung: Julius Kühn übernahm den Part als Spielmacher, an seinen Seiten agierten Kai Häfner und Andre Gomes. Um Häfner zu entlasten, deckte auf seiner Position Alexander Petersson.

Der Isländer warf dadurch das erste Tor der Partie – nach einem so genannten Steal am eigenen Kreis (2.). Danach lag die MT im ersten Abschnitt ständig vorn. Vollkommen verdient. Nebojsa Simic war zudem hinter einer beweglichen Deckung mit Arnar Freyr Arnarsson und Gleb Kalarash im Zentrum der erhoffte starke Rückhalt. Der Montenegriner parierte sogar einen Siebenmeter von Linus Arnesson (23.).

In dieser Phase zog Melsungen erstmals auf fünf Treffer Abstand davon – durch Treffer von Arnarsson, Kühn (2), Tobias Reichmann und Michael Allendorf (28., 14:8.). Kurzum: Es passte viel im MT-Spiel. Wie ein Team, das zuvor sechs Partien in Folge verloren und arge Verletzungsprobleme hat, traten die Mannen von Coach Roberto Garcia Parrondo nicht auf. Zur Freude einiger Melsunger Anhänger, die sich auf den Weg nach Wuppertal gemacht hatten.

Der einzige kleine Kritikpunkt: Kurz vor dem Wechsel scheiterte Kühn bei 7:6-Situation am eingewechselten Tomas Mrkva. Und der Schlussmann der Bergischen Löwen traf zum 9:14-Halbzeitstand ins leere gegnerische Gehäuse.

Die Frage nach 30 Minuten: Wie lange werden bei den Nordhessen die Kräfte reichen? Parrondo hatte auf der Bank nur noch sechs frische Kräfte: Torwart Silvio Heinevetter, Kreisläufer Marino Maric sowie die Talente Manuel Hörr, David Kuntscher, Rohat Sahin und Florian Drosten. Den Anwurf zum zweiten Durchgang nutzte der BHC durch den torgefährlichen Alexander Weck zum 10:14 (31.). Was der Hüne konnte, konnte aber auch Häfner auf der anderen Seite.

Dennoch war rasch erkennbar: In der Partie ist noch lange keine Vorentscheidung gefallen. Arnor Gunnarsson verkürzte für die Hausherren auf 13:16 (35.). BHC-Coach Sebastian Hinze versuchte es nun auch mit dem siebten Feldspieler. Was der weiterhin prächtig agierende Simic allerdings mit dem 18:13 bestrafte (40.). Kühn und Reichmann erhöhten auf auf 20:13 (42.). Es war sehr beachtlich, wie leidenschaftlich die Melsunger ihren eigenen Kasten verteidigten. Petersson (2) und Häfner (2), die beiden Linkshänder, stellten gegen die entblößte Abwehr des BHC folgerichtig auf 24:16 (48.). Der erste MT-Sieg nach langer Durststrecke wurde immer wahrscheinlicher. Nach dem 27:19 von Arnarsson (53.) und Häfners 28:20 (54.) konnte sich Parrondo schon mal langsam überlegen, wann er den ersten Nachwuchsmann einwechselt. In Minute 57 durften alle vier ran. Kuntscher markierte direkt das 30:23. Den Schlusspunkt setzte Drosten per Siebenmeter.

Nun geht es am Mittwoch ab 19.05 Uhr mit dem letzten Saison-Heimspiel gegen die HSG Wetzlar weiter. (Björn Mahr)

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