Keine Medaillen in paralympischen Disziplinen

WM der Behindertenschützen: Resümee von Schmermund und Hiltrop gemischt

Natascha Hiltrop
+
Natascha Hiltrop

Suhl. Manuela Schmermund (42) und Natascha Hiltrop (21) sind zwar mit Silber- und Bronzemedaillen von den Weltmeisterschaften der Behindertenschützen aus Suhl zurückgekehrt. Aber echte Zufriedenheit stellte sich  nicht unbedingt ein. Stattdessen ziehen die beiden ein eher durchwachsenes Resümee.

Wie fühlen Sie sich nach den Titelkämpfen in Suhl? 

Manuela Schmermund: Ziemlich müde, die ganz Veranstaltung war kein Zuckerschlecken für mich. Von morgens bis abends Training, Wettkämpfe, Mannschaftssitzungen. Dazu die Hitze am Schießstand - das zehrt an den Kräften.

Natascha Hiltrop: Nach so einem Wettkampf ist man hinterher immer erleichtert, wenn er vorbei ist. Es war schon anstrengend.

Was war für Sie der unvergesslichste Moment der Wettkämpfe? 

Schmermund: Für mich waren das die Böllerschüsse der Vorderladerschützen bei der Eröffnungsfeier. Ich hab’ mich wahnsinnig erschrocken. Es war sehr laut.

Hiltrop: Das Beeindruckenste für mich waren die vielen Sportler. Es waren ja viel mehr Nationen am Start als bei den Weltmeisterschaften zuvor.

Wie fällt die Bilanz für Sie aus? 

Schmermund: Die Ergebnisse im Team waren für mich okay. Zweimal Silber ist okay, aber es fehlen die Einzelmedaillen. Die deutsche Gesamtbilanz fällt meiner Meinung nach insgesamt nicht ganz so optimal aus. Insgesamt sind es acht Medaillen in nicht-paralympischen Disziplinen, aus olympischer Sicht aber null. Das heißt, wir haben bei den Disziplinen, die bei den Paralympics in Rio ausgetragen werden, keine einzige Medaille geschossen. Im Gegensatz zu den Koreanern: Die haben in Suhl elf Quotenplätze herausgeschossen, wir nur einen. Die sind jetzt momentan die Nummer eins, sie waren im Medaillenspiegel vorne. Und den Quotenplatz für Deutschland hat Natascha geholt im Luftgewehr-Liegendwettkampf.

Hiltrop: Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit meinen Leistungen. Im Kleinkaliber und im Luftgewehr Liegend-Wettkampf war es eigentlich ganz gut. Für mich wäre auch Rio ein Ziel. Jetzt gilt es, die nächsten Wettkämpfe ins Auge zu fassen. Im August sind das die Deutschen Meisterschaften. Im kommenden Jahr stehen noch einige Weltcups an. Mal sehen, ob es dann gelingt, in anderen Disziplinen Quotenplätze für die Paralympics 2016 in Rio zu holen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.