Vorbereitung in Taiwan und Moskau

Rekordsieger Müller kommt als Deutscher Bergmeister

Stolzer Sieger: Dirk Müller mit Tochter Eileen nach dem Erfolg bei der Edermünder Runde 2011. Foto: Kasiewicz

Besse/Fulda. Titel sichern, Sieg bestätigen, erfolgreich Revanche nehmen - das alles hat Dirk Müller drauf. Auch deswegen ist Ralf Pfeiffer, der Rennleiter der 14. Edermünder Runde, froh, den Vorjahressieger beim Rennen am 19. August begrüßen zu können.

Müller (Team Abus Nutrixxion) selbst ist gut in Form und heiß auf den nächsten Triumph. „Mein Ziel ist es, wieder zu gewinnen. Mittlerweile ist die Edermünder Runde ein klein bisschen ein Heimrennen für mich“, sagt der Routinier aus Fulda, der sich vergangene Woche in Österreich vorbereitete.

Der nächste Test steht am morgigen Sonntag beim 33. Großen Preis der Stadt Bad Homburg an, wo unter anderem auch die beiden Tour-de-France-Teilnehmer Danilo Hondo und Dominik Nerz sowie der aktuelle Deutsche Straßenmeister, Fabian Wegmann, starten sollen. Allerdings stürzte Lampre-Profi Hondo schwer bei der letzten Etappe der 99. Tour de France und musste mit 15 Stichen am Kopf genäht werden. 

Auch Müller hat einen weiteren Titel im Gepäck. Am vergangenen Wochenende wurde der gebürtige Bad Hersfelder zum zweiten Mal nach 2011 deutscher Meister im Bergfahren in Urnau am Bodensee. Und das nach 8,4 Kilometern mit 360 Höhenmetern in 15:40,98 Minuten deutlich mit mehr als einer Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten Matthias Wiele.

„Ich konnte nicht damit rechnen, dass es so deutlich wird. Ich fühle mich gut vorbereitet“, sagt der Fuldaer, der am 4. August 39 Jahre alt wird. Fit genug, um die jüngere Konkurrenz in Schach zu halten, sieht sich Müller definitiv. Ein neuerlicher Frühling also, denn vor einem Jahr zögerte er noch, in Besse zu starten und ließ bei der Siegerehrung ein weiteres Kommen zunächst offen.

Doch nun hat der Sieger von 2007, 2008, 2009 und eben 2011 im Ausland neue Kräfte getankt. Zunächst im Frühjahr in Asien, wo er zum zweiten Mal nach 1993 bei der Tour de Taiwan am Start war und als Dritter überzeugen konnte. Anlass war eine große Messe in Taipeh, bei der er mit seinem Sponsor, dem bayrischem Radhersteller Corratec, vertreten war. Anschließend ging es für den deutschen Straßenmeister von 2006 weiter nach Russland. Auf dem Olympia-Kurs von 1980 wurde er bei „Five Rings of Moscow“ ebenfalls Dritter.

Team begleitet Müller

Kommende Woche soll feststehen, welche vier Teamkollegen ihn nach Besse begleiten. Ausgewählt wird aus Holger Burkhardt (Nürnberg), Alexander Gottfried (Nettetal), Sebastian Körber (Nürnberg), Marc Reynes Mimo (Spanien), Alexander Schmitt (Bonn), Jan Eric Schwarzer (Köln), Christoph Schweizer (Aachen), Michael Schweizer (Aachen), Max Stahr (Köln), Benjamin Sydlik (Wassenberg) und dem Niederländer Tom Vermeer.

Sicher ist sich Dirk Müller, „dass meine Konkurrenten besonders auf mich schauen werden“. Klar, schließlich hat niemand so häufig die Edermünder Runde gewonnen wie der Titelverteidiger, der 2011 erfolgreich Revanche an Axel Hauschke für dessen Coup 2010 genommen hatte.

Von Sebastian Schmidt

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