„Müssen Vereinen zeitnah eine Perspektive bieten“ -

Werra-Meißner-Kreis: Entscheidung über Fußball-Saison weiter offen

Coronastillstand: Blick auf den Fußballplatz in Meineringhausen mit einem Schild „gesperrt“
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Gesperrt: Die Amateurfußball hoffen immer noch auf eine Rückkehr auf den Platz.

Die Diskussion über die Optionen zum Umgang mit der laufenden Saison 20/21 im hessischen Amateurfußball bildete das Herzstück derVerbandsvorstandssitzung des HFV am Donnerstagabend.

Eschwege - Präsidiumsmitglieder, Regionalverantwortliche und Kreisfußballwarte besprachen mögliche Optionen. Eine Entscheidung ist am Donnerstag aber nicht gefallen.

Die Coronavirus-Verordnungen der Bundesregierung gelten zunächst bis einschließlich 28. März. Drei Tage vorher, am 25. März, tagen die Kreisfußballwarte erneut mit dem HFV-Verbandsvorstand. Dann soll eine finale Entscheidung getroffen werden.

Maßgeblich dafür könnte wiederum sein, was bezüglich des Amateursports beim nächsten Bund-Länder-Treffen am Montag, 22. März, beschlossen wird. Im Raum stehen für den HFV die Durchführung der Vorrunde oder die Annullierung der Meisterschaftsrunde, so HFV-Präsident Stefan Reuß.

Landesweit einheitliches Vorgehen wird angestrebt

In jedem Fall solle ein landesweit einheitliches Vorgehen für Männer-, Frauen- und Jugendfußball beschlossen werden. „Dabei müssen wir den Blick auch bereits auf die kommende Spielzeit richten und mit alternativen Spielklassenmodellen mehr Flexibilität gewährleisten“, sagt Reuß.

Von einer harmonischen Sitzung berichtet Kreisfußballwart Holger Franke: „Es herrschte großes Einvernehmen, dass wir jetzt sehr genau schauen müssen, welche realistischen Möglichkeiten zur Fortsetzung des Spielbetriebes noch bestehen und was eben nicht mehr geht.“ Deutlich sei aber auch geworden, dass man den Vereinen zeitnah eine Perspektive bieten müsse.

„Als wir Ende Oktober 2020 den Spielbetrieb unterbrechen mussten, waren wir guter Hoffnung, dass die Saison zumindest in einer abgespeckten Form beendet werden könnte“, sagt der Kreisfußballwart.

„Saisonabbruch ist wohl realistischstes Szenario“

Seitdem seien mehr als vier Monate vergangen, ohne dass man auch nur einen Schritt vorangekommen wäre. Dementsprechend nüchtern sieht Franke das Thema: „Das Zeitfenster ist mittlerweile derart eng geworden, dass ein Saisonabbruch wohl das realistischste Szenario ist, sofern die Politik nicht sehr kurzfristig Kontaktsport im Seniorenbereich wieder zulässt.“

Die aktuelle Entwicklung des pandemischen Geschehens lasse allerdings leider nicht allzu viel Hoffnung aufkommen.

Und was bedeutet das für den Amateurfußball im Werra-Meißner-Kreis? „Die Vereine haben sich im Sommer des vergangenen Jahres auf Vorschlag des Kreisfußballausschusses sehr bewusst für das alternative Spielmodell entschieden, weil uns allen klar war, dass die Anzahl der Pflichtspiele auf ein Mindestmaß reduziert werden muss, sofern man die Chance haben möchte, die Saison unter Pandemiebedingungen zu Ende zu bringen“, so Franke.

Keine „Insel-Lösung“ für den Werra-Meißner-Kreis

Auch wenn sich diese Entscheidung als sehr richtig erwiesen habe, werde es voraussichtlich keine „Insel-Lösung“ für den Werra-Meißner-Kreis geben können. „Es ist schon sehr ärgerlich, wenn sich gute und mutige Entscheidungen am Ende nicht auszahlen und das Infektionsgeschehen auch hier einen Strich durch die Rechnung macht“, sagt der Kreisfußballwart. (mmo)

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