Nachspielzeit: Aufrufe,Auftritte und Alternativen

In dieser Kolumne geht es um eine Challenge auf Facebook, Szenen eines Marathons in einer Fernsehshow und eine Videokonferenz.

In Corona-Zeiten spielen die sozialen Netzwerke im Internet eine große Rolle unter Sportlern. Trainingstipps machen auf Facebook genauso die Runde wie derzeit ein Aufruf unter den Amateurfußballern und Handballern, Szenenfotos von sich zu posten. Das geht so: Ein paar Fußballer aus dem Freundeskreis anschreiben, die ein paar Bilder veröffentlichen sollen – sonst wird ein kleiner Betrag oder eine Kiste Bier fällig, die irgendwann einmal zusammen getrunken werden soll. Jeder darf gerne andere aus seinem Freundeskreis nominieren. So wird ein Schneeballsystem draus. Viele machen mit, zeigen Fotos aus der Zeitung oder aus Jugendtagen – es sind schöne Erinnerungen. Mit dieser kleinen Challenge wird die Motivation bis zur Zeit nach Corona hochgehalten. Sie beginnt hoffentlich bald.

Zum 14. Mal wurde Mitte Februar der Kristallmarathon unter Tage im Erlebnisbergwerk in Merkers ausgetragen. Diesmal mit prominenter Beteiligung. ZDF-Moderator Johannes B. Kerner war beim Zehn-Kilometerlauf am Start. Und lief auch ein Stück mit den Ausbacher Alt-Herrenfußballern. Die konnten sich darüber freuen, sekundenweise im Fernsehen zu sein. Und zwar erst am vergangenen Samstag in Kerners Show „Da kommst du nie drauf“. Prominente müssen da nicht gerade einfache Fragen beantworten. Die richtige Antwort auf „Warum kommen im thüringischen Ort Merkers viele hundert Menschen unter Tage zusammen?“ hatte übrigens der Schauspieler Henning Baum – er spielte im Film „Der letzte Bulle“ eine Hauptrolle – parat, der auf den Marathon tippte. Wobei die anderen Antworten ebenfalls zutreffend schienen. So stand noch zur Auswahl: „Zu einem Dinner im Dunkeln“ und „An einem Chorwettbewerb“ teilnehmen. Dicht dran, aber beides war aber nicht richtig.

Die Fußballer warten am Wochenende gespannt auf Mitteilungen des Hessischen Fußballverbandes. Dort soll in einer Videokonferenz mit allen Kreisfußballwarten entschieden werden, wie es mit der Saison weitergehen soll. Die Optionen Saisonabbruch, Annullierung oder Fortsetzung der Serie, sogar bis ins kommende Jahr hinein, liegen auf dem Tisch. Alle drei Alternativen haben natürlich ihr Vorzüge – und ihre Nachteile. Wobei es bei einem Saisonabbruch obendrein gleich mehrere mögliche Szenarien gibt. Die, sportlich gesehen, gerechtere Lösung wäre wahrscheinlich die der Fortsetzung. Der Südwestdeutsche Fußballverband möchte, sofern es die politischen Gremien zulassen, ab September die Saison fortsetzen. Wie es in Hessen und dem Kreis weitergeht, ist bislang offen. Alle Optionen werden wahrscheinlich lange diskutiert. Bleiben Sie gesund!

Challenge, Sitzung und Fernsehshow

VON HARTMUT WENZEL

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.