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Bodybuilding: Budesheim nimmt neuen Anlauf für Mr Olympia

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Lässt wieder die Muskeln spielen: Der Ransbacher Profibodybuilder hat die Teilnahme am Mr. Olympia-Wettbewerb in Las Vegas im Visier. Dafür muss er zunächst einmal bei Ausscheidungswettkämpfen erfolgreich sein. Los geht es für ihn am 9. Juli im portugiesischen Estoril.
Lässt wieder die Muskeln spielen: Der Ransbacher Profibodybuilder hat die Teilnahme am Mr. Olympia-Wettbewerb in Las Vegas im Visier. Dafür muss er zunächst einmal bei Ausscheidungswettkämpfen erfolgreich sein. Los geht es für ihn am 9. Juli im portugiesischen Estoril. © Matthias Busse/REPONE.DE

Ransbach – Im vergangenen Jahr hat Tim Budesheim, der aktuell wohl beste Profibodybuilder Deutschlands, die Qualifikation für den Mr. Olympia-Wettbewerb in der offenen Klasse – bei den ganz schweren Muskelmännern – noch knapp verpasst.

Sportlich hatte 2021 für ihn eigentlich alles gut angefangen, mit einem zweiten Platz in Alicante und einem dritten Rang in Lissabon. Ein weiterer zweiter Rang in Lissabon hätte bereits im vergangenen Jahr das Ticket zum Mr. Olympia – dem Wettkampf bei dem sich die Creme de la Creme der weltweiten Profi-Bodybuilding-Szene vorstellt – bedeutet. Doch daraus wurde nichts. Vielmehr endete das Jahr für Tim Budesheim sportlich völlig unbefriedigend, mit einen enttäuschenden sechsten Platz bei einem Wettkampf in Birmingham.

Dort musste er den besten Athleten zum Ende der Veranstaltung sogar von den Zuschauerplätzen zusehen. Denn nur die besten fünf Bodybuilder schaffen es in die Endpräsentation. Das war das Ende aller Träume: „Im Fußball kannst du nach einer Niederlage am darauffolgenden Wochenende wieder alles geradebiegen. Bei uns geht das nicht“, erläutert der 32 Jahre alte Ransbacher. Wer beim Bodybuilding auf der Bühne versagt, kann dies kurz darauf eben nicht mehr ausmerzen.

So unglücklich wie im vergangenen Jahr soll es für Tim Budesheim 2022 nicht noch einmal laufen.

Jetzt sind auch die mentalen Voraussetzungen aus seiner Sicht gegeben. „Ich bin vom Kopf her frei und zweifle nicht mehr so sehr an mir“, erklärt Budesheim, der in der Vergangenheit bei der Präsentation auf der Bühne oft ein wenig gehemmt wirkte – aus Angst davor, die Jury würde eben nur seine Schwachstellen im Blick haben.

Großen Anteil daran, dass er sich mental wieder richtig gut fühlt, hat natürlich auch sein aktueller Trainingsstand. In seiner Eisenhöhle in Philippsthal stehen ihm genau die Trainingsgeräte zur Verfügung, mit denen er speziell an seinen Schwachpunkten – einem Teilbereich des Rückens, dem Bizeps und dem hinteren Bein – arbeiten kann.

Ob sich die Schinderei gelohnt hat, wird sich bereits am 9. Juli im portugiesischen Estoril herauskristallisieren. Dann steht für Tim Budesheim der erste Profi-Wettkampf in diesem Jahr an. „Wenn ich dort erfolgreich bin, geht es Anfang August in Tampa Bay und Texas weiter. Wenn nicht, fliege ich direkt zu weiteren Wettkämpfen nach Chicago. Dann wäre ich sechs Wochen am Stück in den Staaten“, erklärt er.

Denn Tim Budesheims oberstes Ziel heißt in diesem Jahr Las Vegas. Dort findet im US-amerikanischen Spielerparadies vom 15. bis 18. Dezember der diesjährige Mr. Olympia-Wettkampf statt.

Bis dahin muss er sich auf jeden Fall bei drei bis vier Wettkämpfen in optimaler Form präsentieren und ganz weit vorne landen. Dann steht seinem großen Traum bereits in diesem Jahr schon nichts mehr im Wege. Richtungsweisen wird für Tim Budesheim bereits sein Auftritt in Estoril sein.

Von Mario Reymond

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