Die 1. Runde

Der NFL-Draft in Zahlen: Ein Tiger für die Tiger, Packers überraschen

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Herzlichen Glückwunsch: Joe Burrow und seine Eltern. 

Eigentlich war alles ganz anders geplant. Der NFL-Draft, also die Talentauswahl in der nordamerikanischen American-Football-Profiliga, sollte pompös werden.

In Las Vegas. Vor dem Bellagio-Hotel. Mit Wasserfontänen, Feuerwerk und einer schwimmenden Bühne. Wegen der Corona-Pandemie saßen die Beteiligten nun zuhause. Stattgefunden hat die erste Runde mit den 32 begehrtesten College-Spielern in der Nacht zu Freitag dennoch. Der NFL-Draft-Start in Zahlen:

1 ist die Nummer des Picks, den die Mannschaft mit der schlechtesten Bilanz der Vorsaison erhält. In diesem Jahr waren das die Cincinnati Bengals (Königstiger) aus dem Bundesstaat Ohio, die eine 2-Siege-14-Niederlagen-Bilanz aufzuweisen hatten.

9 war die Trikotnummer von Joe Burrow, als er für sein College-Team, die LSU (Louisiana State University) Tigers auflief. Die Bengals wählten Burrow nun an Position eins aus. Warum? Nun ja, Burrow ist Quarterback, also Spielgestalter. Er bekleidet damit die wichtigste Position im Football. Mit seinem College hat er gerade den Titel gewonnen und dabei 60 Touchdown-Pässe in einer Saison geworfen. Er gilt als Riesentalent, das eine gesamte Ära prägen könnte. Das Football-Stadion in seiner Heimatstadt Athens (Ohio) wurde bereits in „Joe Burrow Stadium“ umbenannt. Ziemlich viele Vorschusslorbeeren für einen 23-Jährigen. Ein Tiger kommt zu den Tigern.

26 war die Stelle, an der die Green Bay Packers ihren ersten Spieler auswählen durften. Und das Team von Star-Quarterback Aaron Rodgers sorgten in einer größtenteils vorhersehbaren ersten Draftrunde für die Überraschung. Denn statt wie erwartet einen Verteidiger oder Passempfänger auszuwählen, fiel die Wahl der Packers auf Jordan Love, 21 Jahre alt, ebenfalls Quarterback. Experten verstehen das als Zeichen, dass die Packers nur noch maximal zwei Jahre mit Rodgers als Starter planen.

32 Spieler wurden in der ersten Runde des Drafts ausgewählt. Insgesamt gibt es sieben Runden, die auf drei Tage verteilt sind. Die letzten Spieler werden also in der Nacht zu Sonntag ein Team finden. Der einzige Deutsche, der dabei ist, ist Dominik Eberle, ein Kicker aus Nürnberg.

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