17:17 / Bad Sooden-Allendorfer Handballerinnen holen im Topspiel fünf Tore Rückstand auf

TSG ist nicht kleinzukriegen

Entwischt: Luisa Krengel war wieder einmal kaum zu halten.

Bad Sooden-Allendorf. Normalerweise geht es in der Handball-Bezirksliga A der Frauen etwas gemächlich zu. Doch gestern Nachmittag war schon außerhalb der Bad Sooden-Allendorfer Großsporthalle zu spüren, was innen vor sich geht. Spannung pur vor einer ungewöhnlich großen Kulisse gab es zu erleben. Ganz so, wie es bei einem Spitzenspiel sein sollte.

Die TG Lispenhausen war als Tabellenführer und Aufstiegskandidat Nummer eins angereist. Mit einem Sieg beim Tabellenzweiten TSG Bad Sooden-Allendorf hätten die Gäste wohl eine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen schaffen können. Aber daraus wurde nichts. Zwar führte Lispenhausen lange mit bis zu fünf Treffern, doch erkämpften sich die Gastgeberinnen in der Schlussphase noch ein gefeiertes 17:17 (6:10)-Unentschieden.

Schon in der ersten Halbzeit hatte die TSG im Angriff viel zu viele Nerven gezeigt. Nicht nur die insgesamt drei verworfenen Siebenmeter machten deutlich, dass es um einiges ging. Das 6:10 zur Pause sollte eine erhebliche Leistungssteigerung im zweiten Durchgang nötig machen, um wieder in eine aussichtsreiche Position zu gelangen.

Lange mussten die rund 100 Zuschauer darauf warten, ehe sie wieder an einen Sieg ihrer Mannschaft glauben konnten. Denn zunächst wechselten sich weiter Fehlwürfe und Patzer in der Deckung in schöner Regelmäßigkeit ab. Besonders Lispenhausens Halblinke, Malin Hadamzik, hatte die TSG-Abwehrspielerinnen bei ihrem starken Eins-gegen-Eins-Spiel auf der Rolle. So führten die Gäste nach 48 Minuten mit 15:10.

Diejenigen TSGerinnen, die jetzt vor allem für neue Hoffnung sorgten, waren Luisa Krenkel, Silke Ketelsen im Tor, Xenia Sokolov und besonders auch Marina Lindenthal. Und Kirsten Scharffs Kontertor sieben Minuten vor dem Ende brachte das 14:16 und trieb den Stimmungspegel auf der Tribüne in den roten Bereich. Jetzt hätte die Partie endgültig zugunsten der TSG kippen können. Doch versäumten es die Gastgeberinnen gegen immer mehr verunsicherte Gegnerinnen, schneller aus der Deckung heraus zu spielen. So sprang letztlich ein Unentschieden heraus, das Xenia Sokolov mit zwei Treffern von linksaußen sicherte. Trainer Uwe Scharf war happy: „Wir sind auf dem aufsteigenden Ast und haben den Aufstieg noch nicht abgeschrieben.“

Tore TSG: Lindenthal 8, Luisa Krengel 5, Sokolov 2, Scharff 2

Von Manuel Brandenstein

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