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TV Hersfeld unterliegt in letzter Sekunde

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Von: Kristina Marth

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Handball: TVH-Spielerin Mara Spill wird am Wurf gehindert, Lara Raguse (links) und Luisa Teichmann (im Hintergrund) sehen zu.
Ordentlich zugepackt wurde am Samstag auf beiden Seiten: Hersfelds Mara Spill wird in dieser Szene am Wurf gehindert, Lara Raguse (links) und Luisa Teichmann (im Hintergrund) sehen zu. © Stefan Kost-Siepl

Ein Wurf durch die Arme von Iris Otterbein sorgte mit der Schlusssirene für die Entscheidung: Die Landesliga-Handballerinnen des TV Hersfeld haben ihr Heimspiel am Samstag besonders bitter verloren. Nach einem echten Krimi mussten sie sich der HSG Großenlüder/Hainzell 27:28 (16:14) geschlagen geben.

Bad Hersfeld – Mit der Niederlage in letzter Sekunde ist die letzte Hoffnung auf die Aufstiegsrunde erloschen. Dabei sah es in der Geistalhalle lange danach aus, als könnte den Hersfelderinnen eine Überraschung gelingen. Von Beginn an hatten sie die Nase vorn und wussten der favorisierten HSG trotz fünfwöchiger Corona-Pause Paroli zu bieten. Nach rund einer Viertelstunde setzten sie sich kontinuierlich ab, nach 26 Minuten führten sie mit vier Toren. Der Grundstein zum Erfolg: eine wachsame Deckung sowie im Angriff Geduld und Variabilität. Gegen die ebenfalls gut aufgelegten Gäste gelang es ihnen immer wieder, sich gute Chancen herauszuspielen.

Kurz vor der Halbzeitpause dann jedoch die Wende: Ein Abspielfehler kostete sie noch vor dem Seitenwechsel das komfortable Polster von vier Zählern und direkt nach dem Wiederanpfiff war die Führung dahin. Trotz Unterzahl glich die HSG zum 16:16 aus und zog in den darauffolgenden Minuten bis auf 25:20 (47.) davon. Zu wenige klare Aktionen gegen die aggressive Gästedeckung, daraus resultierendes Zeitspiel, einige Abspielfehler und Pfostenwürfe: Vor allem in der Offensive hatten die Hersfelderinnen nun Probleme und so drehte die HSG ohne große Mühe das Spiel. Bezeichnend in dieser Phase auch zwei vergebene Siebenmeter: Sowohl Luisa Teichmann als auch Lisa Hedrich scheiterten vom Punkt.

Moral fehlte dem TVH jedoch auch an diesem Tag nicht und spätestens mit Teichmanns 23:25 in der 50. Minute keimte wieder Hoffnung auf. Die Hersfelderinnen bissen nun vorn wie hinten und kämpften sich Tor für Tor heran. Auf einen Pfostentreffer der HSG folgte Alina Hugos 25:25 (54.) und nach einem weiteren Gästewurf an den Innenpfosten brachte Teichmann ihr Team 26:25 in Front. Ein erneut vergebener Siebenmeter auf Gastgeberseite und ein Stürmerfoul hielten die Gäste jedoch im Spiel und sie glichen – ausgerechnet mit zwei Siebenmetern – eine halbe Minute vor dem Ende zum 27:27 aus. Mara Spill scheiterte daraufhin am Pfosten, Einwurf HSG, noch zehn Sekunden auf der Uhr: Lisa Peppler löste sich und warf der herauseilenden Iris Otterbein mit der Schlusssirene durch die Arme. Eine bittere Niederlage für den TVH.

Trainerin Sabine Teichmann trug es mit Fassung. „Ich denke, wir haben ihnen über 60 Minuten gut Paroli geboten und können uns nichts vorwerfen. Die letzten Sekunden waren natürlich ärgerlich und es fehlt vielleicht ein bisschen Glück – aber das geht uns schon in der gesamten Saison so und es geht weiter“, sagte sie.

TV Hersfeld: Otterbein, Hollstein - Trender, Raguse (7/2), Spill (1), Teichmann (9/1), Berg (1), Hoffelner (1), Hildebrand (2), Hugo (1), Herrmann, Hedrich, Braun (3), Diener

HSG Großenlüder/H.: Hartung, Greulich - Schmitt, Hasenauer (3), Lehmann (3), Klitsch (1), Bonn (1), Spengler, Wertmüller (1), Reith (5), Hölzinger (5/4), Weitzel (6), Peppler (3) Elsing

SR: Milke/Vogt (Melsungen/Fritzlar)

Zuschauer: 140

Siebenmeter: 3/6 - 4/6

Zeitstrafen: 6 min - 10 min

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