BSA-Handballer überzeugen mit großem Kampfgeist gegen Favorit TSV Wollrode

Niederlage, die Mut macht

Bad Sooden-Allendorf. Nach einem packenden Schlagabtausch und einer über weite Strecken beachtlichen Leistung seiner Mannschaft war Spielertrainer Tim Vogeley zufrieden. Zwar hatte die TSG Bad Sooden-Allendorf gegen Spitzenreiter TSV Wollrode in der Handball-Bezirksoberliga der Herren mit 21:27 (14:14) verloren, sich aber stark ersatzgeschwächt außerordentlich gut aus der Affäre gezogen.

Niemand gab vor dem Duell des abstiegsgefährdeten David gegen den Goliath aus Wollrode einen Pfifferling auf den Außenseiter, im Verlauf der 60 Minuten verdienten sich die Kurstädter jedoch den Respekt ihrer Fans und auch den des Rivalen. „Die erste Halbzeit war einfach nur geil“ sagte Vogeley“, nach dem Riesending der Gastgeber zu Beginn. Auch ohne Alexander Klingmann, Michael Steinfeld und den kurzfristig erkrankten Außen Lukas Hasselbach zeigte die TSG keinerlei Respekt vor dem Rivalen und legte eine sensationelle 5:1-Führung schon nach sieben Minuten vor. „Wir hatten überhaupt nichts zu verlieren, wollten uns für die schlechten Leistungen der Vergangenheit rehabilitieren und haben richtig guten Handball gespielt“, freute sich der Coach.

Als Folge entwickelte sich ein lange offenes Match, in dem BSA-Torhüter Sebastian Neuenroth die gegnerischen Angreifer mit seinen Prachtparaden oftmals zur Verzweiflung brachte. „Der Seppi war einfach bärenstark“, lobte Vogeley seinen Schlussmann und freute sich auch über die zunächst konsequente Abwehrleistung seiner Mannschaft.

7:5 führte BSA nach 17 Minuten, 12:11 lagen die Hausherren fünf Minuten vor der Pause vorn. Dann aber kam es für die Hausherren knüppeldick. Der bis dahin ganz starke Toni Neuenroth musste wegen einer Knieverletzung kurz vor der Pause passen und plötzlich war es mit der Herrlichkeit der Gastgeber vorbei. „Schon vor der Pause haben wir mindestens fünf glasklare Möglichkeiten und eine Halbzeitführung vergeben, nach dem Wiederanpfiff konnten wir an diese gute Leistung nicht mehr anknüpfen“, resümierte Vogeley.

Zwölf Minuten lang gelang den Kurstädtern kein Tor, der Gegner machte aus dem 14:14-Pausenstand einen 20:15-Vorsprung (42.) und lag in der Schussphase uneinholbar mit 26:17 (54.) vorn. „In der zweiten Halbzeit ist uns nur noch wenig eingefallen, vielleicht hat auch ein wenig die Kraft gefehlt“, betrieb der BSA-Spielertrainer Ursachenforschung.

Eines machte diese Partie aber in jedem Fall deutlich - aufgegeben hat sich die TSG im Abstiegskampf noch lange nicht. Wollrode war in der Eilse-Sporthalle zwar längst nicht der starke Gegner wie etwa die Melsunger Truppe im vergangenen Jahr, doch die Kurstädter rehabilitierten sich für die zuletzt schwachen Leistungen und waren 60 Minuten lang um Wiedergutmachung bemüht.

Tore BSA: J. Lauer (8/4), A. Neuenroth (3), Heller (3), S. Lauer (3), S. Lauer (3), Ivaschenko (1) (eki)

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