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Distanz-Wechsel: Läuferin Nina Voelckel gibt Marathon-Debüt in Köln

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Von: Maurice Morth

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Gut gelaunt vor dem Wettkampf: Nina Voelckel aus Vockerode geht für das Laufteam Kassel am Sonntag bei ihrem ersten Marathon an den Start.
Gut gelaunt vor dem Wettkampf: Nina Voelckel aus Vockerode geht für das Laufteam Kassel am Sonntag bei ihrem ersten Marathon an den Start. ARCHI © Archivfoto: Nico Beck

Bislang machte Läuferin Nina Voelckel vor allem beim Halbmarathon auf sich aufmerksam, nun gibt sie in Köln ihr Marathon-Debüt - und das hat einen besonderen Grund.

Eschwege/Kassel – Jung, ehrgeizig und bis in die Haarspitzen motiviert – das ist Läuferin Nina Voelckel. Die 23-Jährige, die aus Meißner-Vockerode stammt, seit 2020 für das Laufteam Kassel startet und zuvor noch im Trikot des Ski-Club Meißner (SCM) für Furore sorgte, gibt am kommenden Sonntag in Köln ihr Marathon-Debüt.

Anknüpfen möchte sie dabei an ihre großen Erfolge der vergangenen Jahre: So gewann die Polizeikommissarin, die mittlerweile in Kassel lebt und arbeitet, bisher unter anderem den Halbmarathon in Kassel 2018 in der Altersklasse U20 sowie 2019 den Nordhessencup über fünf Kilometer und den Halbmarathon in Kassel 2019 in der Frauenwertung.

Polizei-Sportförderung ist das Ziel

Ihr nun erfolgender Wechsel von den 21 Kilometern auf die 42 Kilometer hat einen ganz besonderen Grund: „Ich versuche in die Polizei-Sportförderung zu kommen und habe über die Marathondistanz am ehesten die Chance“, sagt Voelckel, für die Disziplinwechsel keine Unbekannte sind, schließlich startete die 23-Jährige viele Jahre vor allem bei Laufveranstaltungen, um diese zum Training für den Ski-Langlauf zu nutzen.

Für ihren großen Traum lässt sie nun sogar den Start beim Marathon in ihrer Wahlheimat Kassel am Wochenende sausen: „Das tut mir echt leid. Schon im Frühjahr habe ich mich für Köln entschieden, weil die Strecke dort komplett flach ist und ich eine schnelle Zeit benötige. Das Terrain in Kassel ist wellig und hat deutlich mehr Höhenmeter.“

Für die Sportfördergruppe müsste Nina Voelckel den Marathon in 2:39 Stunden absolvieren, was, wie sie selbst sagt, aktuell „überhaupt nicht drin“ ist. Ihre bisherigen Bestzeiten liegen bei 36:04 Minuten auf zehn Kilometern und 1:20 Stunden über die Halbmarathon-Distanz.

Nina Voelckel: „Unter drei Stunden wäre mega“

„Es ist mein erster Marathon und ich habe noch viel Entwicklungspotenzial. Alles unter drei Stunden wäre einfach mega“, setzt sich die 23-Jährige das grobe Ziel für den Sonntag, auf den sie sich schon jetzt freut: „Die Strecke ist toll und ich habe gehört, dass es in Deutschland die beste Stimmung nach dem Marathon in Berlin sein soll.“

In der Hauptstadt hätte Voelckel am vergangenen Wochenende auch starten können, entschied sich aber bewusst für die Rheinmetropole, weil sie sich im etwas schmaler besetzten Teilnehmerfeld mehr zeigen kann.

Bereits morgen reist sie nach Köln und hat aufgrund ihrer bisherigen Leistungen einen sogenannten „Elitestatus“. Heißt: Der Veranstalter stellt das Hotel und sie darf einen eigenen Tempomacher („Pacemaker“, Anm. d. Red.) mit ins Rennen nehmen.

Wie wichtig Voelckel die 42 Kilometer sind, zeigen ihre jüngsten Entscheidungen: Sowohl ihre Teilnahme bei den Deutschen Straßenmeisterschaften in Saarbrücken über zehn Kilometer als auch den Halbmarathon in Ulm sagte sie ab. „Ich hatte muskuläre Probleme und fokussiere mich voll auf Köln.“ (Maurice Morth)

25 000 Läufer sind am Wochenende mit dabei

Der Kölner Marathon ist nach zwei Jahren Pandemie-Pause zurück, er ist der fünftgrößte Marathon Deutschlands. Start ist für die rund 25 000 Läufer und Läuferinnen am Sonntag auf dem Ottoplatz in Köln-Deutz, über die Bezirke Innenstadt, Rodenkirchen, Lindenthal, Ehrenfeld und Nippes geht es zum Ziel Kölner Dom. Das Wahrzeichen der Stadt erreichen die Sportler nach 42 Kilometern über die Hohe Straße, an deren Seiten in der Regel tausende Zuschauer diese beim Schlussspurt anfeuern.

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