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Handball: Derby Samstag in der Geistalhalle

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Im Anflug: Alexander Kehl gehört zu den erfahrenen Akteuren im Kader des TV Hersfeld.
Im Anflug: Alexander Kehl gehört zu den erfahrenen Akteuren im Kader des TV Hersfeld. © Stefan Kost-Siepl

Und schon wieder Derby! In der Handball-Landesliga der Männer treffen die beiden Kreisvertreter aufeinander, der TV Hersfeld und die TG Rotenburg. Anwurf ist am Samstag um 17.30 Uhr in der Bad Hersfelder Geistalhalle.

Hersfeld-Rotenburg. Die Stimmung in beiden Lagern dürfte spätestens seit dem vergangenen Wochenende komplett unterschiedlich sein. Während die Rotenburger einen nicht unbedingt erwarteten 33:27-Erfolg über Körle/Guxhagen feierten und dabei zumindest phasenweise unwiderstehlich spielten, kassierte der TVH bei Großenlüder/Hainzell eine deutliche 23:33-Pleite und lief dabei schon nach gut 20 Minuten einem deprimierenden 4:15-Rückstand hinterher. Das drückt sich auch in der Tabelle aus: Der TVH ziert punktlos das Tabellenende, während die Rotenburger sich mit ihrem ersten Saisonsieg ins Liga-Mittelfeld gehievt haben.

TVH-Trainer Christian Weiß macht’s deutlich: „Und wenn wir am Samstag den THW Kiel hier hätten, wir müssten das Ding gewinnen.“ Die „blöde Situation“, mit null Punkten am Tabellenende zu stehen, habe er zwar nicht befürchtet. „Aber ich habe vor so etwas gewarnt“, sagt Weiß. Wo der Hase im Pfeffer liegt, glaubt der Trainer ebenfalls zu wissen. „Viele im Kader haben in den vergangenen Wochen andere Prioritäten gesetzt als den Handball. Wir waren nie vollzählig im Training, aber ich kann ja keinen dahin zwingen. Wir sind halt nicht im Profisport. Aber jetzt wollen wir geschlossen Handball spielen.“ Für ihn ist klar: „Die Mannschaft gehört in die Landesliga – wenn alle da sind.“ Sind sie übrigens am Wochenende.

In den ersten beiden knapper verlorenen Spielen in Bettenhausen (28:31) und gegen Wanfried (27:30) habe das Team über weite Strecken gut gespielt, „nun müssen wir das über die gesamte Spiellänge zeigen“. Er weiß: „Wir sind nicht mehr die Mannschaft, die mal so einfach ein Spiel gewinnt.“ Gegen Rotenburgs starken Angriff müssten Lösungen gefunden werden. Weiß legt sich fest: „Natürlich kommen die Rotenburger als Favorit zu uns.“

Eine Einschätzung, der sein Gegenüber Robert Nolte, wie kaum anders zu erwarten, deutlich widerspricht. „Vergangenes Jahr haben sie uns unterschätzt und haben zu Hause verloren, das passiert ihnen mit Sicherheit nicht wieder.“ Und mit Augenzwinkern fügt er an: „Wir sind auch jederzeit in der Lage, uns selbst zu schlagen.“

Danach sah der 33:27-Erfolg in der Vorwoche gegen Körle/Guxhagen allerdings gar nicht aus. Nolte hatte da zunächst noch kritisiert, dass seine Mannschaft in der Schlussphase den Gegner aufkommen ließ. Inzwischen relativiert er: „Wir hatten uns die Führung zuvor hart erarbeitet, ein solches Niveau hält man nicht 60 Minuten. Allerdings müssen wir bei deutlicher Führung selbstbewusster auftreten.“

Eine solche erwartet er jedoch nicht am Samstag. „Das wird sehr eng werden. Beim TVH kommen starke Spieler zurück – Lukas Berger, Mark Petersen. Und Andi Krause wird seine Form finden.“

TGR-Spielgestalter Martin Harbusch ist ins Training zurückgekehrt. Einzig Torhüter Tobias Wenderoth fällt nach seiner Blinddarm-OP noch länger aus.

Das bislang letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams fand übrigens – mehrfach wegen Corona- und Terminproblemen verschoben und von beiderseitigem Gegrummel begleitet – in Rotenburg statt. Die Rotenburger gewannen 30:28. Auch das Hinspiel der vergangenen Serie entschieden sie für sich – mit 34:31 in der Geistalhalle.

Schneller Routinier: Rotenburgs Simon Golkowski entwischt zwei Spielern von Körle/Guxhagen.
Schneller Routinier: Rotenburgs Simon Golkowski entwischt zwei Spielern von Körle/Guxhagen. © Stefan Kost-Siepl

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