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Nachspielzeit: Nostalgie und neue Namen

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Hartmut Wenzel Sportredakteur Hersfeld
Hartmut Wenzel © Ludger Konopka

Der Triathlon in Roth liegt zwar schon einige Tage zurück. Aber Katharina Schimmelpfeng vom SC Neuenstein hat uns auf einen Athleten aufmerksam gemacht, dessen Geschichte besonders ist: Peter Ellenberger. Der Niederaulaer war dreimal in Roth, zunächst als Zuschauer und Helfer, ehe er sich für einen Start entschied. Ermutigt hatten ihn dazu auch Schimmelpfeng und ihr Freund Christian Jung, der erst kürzlich an der Ironman-WM in Utah teilnahm.

Ellenberger wollte die beiden nicht enttäuschen. Er kämpfte, obwohl er beim Schwimmen noch nie richtig kraulen konnte. Und beim Radfahren einen platten Reifen flicken musste.

Seine Leistung war vom Durchhaltewillen geprägt. Im Ziel war er nach 14:22 Stunden einer der glücklichsten Menschen der Welt. Sein nächstes Ziel ist allerdings nicht sportlicher Natur. Er wird im Ahrtal, dort wo sich im vergangenen Jahr die Flutkatastrophe ereignete, als freiwilliger Helfer arbeiten. In der Nähe wohnt sein Sohn Aaron, der ihn in Roth besonders anfeuerte.

Das Tor des ungarischen Fußballers Lajos Détári, erzielt am 28. Mai 1988 im DFB-Pokalfinale zwischen der Frankfurter Eintracht und Bochum, ist für Fußball-Nostalgiker ein Stück Legende. Nicht nur beim A-Ligisten SV Wölf, der es in seinem Bewerbungsvideo für ein Spiel gegen die Traditionsmannschaft der Eintracht am Freitag nachstellte, feierte der Treffer fröhliche Wiedergeburt. Auch Détári selbst durfte 30 Jahre später noch einmal bei einer Neuauflage antreten.

Weil Ralf Zumdick, 1988 der Keeper von Eintracht-Gegner Bochum, inzwischen bei Ferencvaros Budapest als Co-Trainer angeheuert hatte, war es ein Leichtes für einen Fernsehsender, die beiden im Stadion von „Fradi“ für einen Trainingsschuss aus 20 Metern zu versammeln. Détári lief an, doch vor laufenden Kameras hielt Zumdick diesmal den Ball – Beifall für den Keeper.

Obwohl das Tor unter den Eintracht-Fans einen Sonderstatus genießt und als Dauerbrenner gilt, wurde es nicht mit dem Prädikat „Tor des Monats“ ausgezeichnet. Die Fernsehzuschauer der ARD sahen es anders. Ihre Wahl fiel damals auf Silvia Neid. Das Tor der späteren Bundestrainerin war für sie viel schöner und fiel übrigens am selben Tag wie der Freistoß von Détári. Und zwar nur wenige Stunden zuvor im Pokalfinale der Frauen zwischen Siegen und Bayern München. Neids Tor war das 2:0 für Siegen – ein Volleyschuss aus 15 Metern in den Winkel nach einer Ecke – Endstand 4:0.

Lang ist es her, dass aus dem Lager der SG Hessen/SVA/SpVgg große Erfolgsmeldungen verbreitet wurden. Und so war der 4:2-Sieg in der ersten Runde des Fußball-Kreispokals am Mittwoch gegen Niederjossa/Breitenbach eine dicke Überraschung. Allerdings nur auf den ersten Blick. Sieht man sich die Liste der Zugänge mit Namen wie Mustafi, Hess oder Yigit an, dann verwundert es nicht, dass die Hersfelder souverän weitergekommen sind. Nun haben sie sogar schon kampflos die dritte Runde erreicht, da Gegner Kleinensee/Widdershausen heute keine Mannschaft stellen kann – das Spiel fällt aus..

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