1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Olympia: Stephan Leyhe gewinnt mit Team Bronze

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Gerhard Menkel

Kommentare

Vier Skispringer vor Schanze mit Skiern
Schreien vor Glück (von links): Stephan Leyhe, Markus Eisenbichler, Karl Geiger und Constantin Schmid jubeln über ihren dritten Platz. © Hendrik Schmidt

+ + + aktualisiert + + + Zweite Olympia-Medaille für Stephan Leyhe: Der Willinger gewann gemeinsam mit Constantin Schmid, dem überragenden Markus Eisenbichler und Karl Geiger Bronze beim Teamspringen von der Großschanze bei den Winterspielen in Peking.

Peking - Gold holte sich etwas überraschend die Mannschaft aus Österreich mit Stefan Kraft, Daniel Huber, Jan Hörl und Manuel Fettner. Mit 942,7 Punkten verwies sie Slowenien (Lovro Kos, C.ene Prevc, Timi Zajc, Peter Prevc) 934,4

„Es war ein brutaler Wettkampf, brutal eng. Ich weiß nicht, wohin mit meinen Emotionen“, sagte Eisenbichler nach einem extra-spannenden Springen bei Eiseskälte in Zhangjiakou. Bundestrainer Stefan Horngacher meinte: „Es stand auf Messers Schneide, ich bin extrem glücklich.“ Großer Verlierer waren die Norweger, denen nur umgerechnet 40 Zentimeter zum Treppchen fehlten.

Von Stephan Leyhe gab es leider noch kein Statement. Er stand schon vor dem ARD-Mikrofon bereit, dann wurde er zur Flower-Zeremonie gerufen. Dafür lobte ihn Horngacher: „Auf Stephan ist Verlass.“

Stephan Leyhe hält dem Druck stand

Leyhe galt nach seinen lediglich 109,0 Metern im Probedurchgang als Wackelkandidat. Der Druck auf ihn war groß, und er hielt stand. Vor allem im Finale überzeugte der 30-Jährige - die Verfolger aus Japan und Polen hielt er klar auf Distanz, auf den Norweger Daniel Andre Tande verlor er lediglich 0,4 Punkte. Für ihn ist es die zweite Olympia-Medaille - vor vier Jahren hatte er mit der deutschen Mannschaft Silber gewonnen.

Skispringer vor Olympiatransparent im Auslauf
Zufrieden im Auslauf: Stephan Leyhe nach dem zweiten Sprung. © Daniel Karmann/dpa

Geiger hatte im ersten Durchgang die mit Abstand schlechtesten Windbedingungen seiner Gruppe und kam nur auf 121,0 Meter. Auch im zweiten Durchgang konnte er mit 128,0 Meter nicht an seine Gala-Vorstellung beim Bronze-Coup zwei Tage zuvor anknüpfen. Eisenbichler, der noch keine Olympia-Medaille geholt hatte, glänzte hingegen mit 136,0 und 139,5 Metern als der klar beste deutsche Springer.

Schmid verlor mit 126,5 und 122,0 Meter einigen Boden auf die Besten. „Ich kann mir nicht viel vorwerfen, ich weiß nicht, woran es gelegen hat“, sagte der deutsche Youngster. Leyhe, der erst nach einem Duell mit Pius Pasche im letzten Training ins Team gekommen war, strahlte am Ende mit seinen drei Teamkameraden beim Freudentanz im Auslauf um die Wette.

.„Auf Stephan ist Verlass“, sagte Horngacher, der den im Schwarzwald lebenden Schwalefelder souverän durch die Reha geleitet und nach einjähriger Pause wieder in die Weltklasse geführt hatte. „Schließlich ist er auch unser dritter Mann im Weltcup.“ (mn/be)

Auch interessant

Kommentare