Skispringen: Anna Häfele fliegt zwar nicht nach Sotschi, will aber weiterhin angreifen

Olympia-Traum zerplatzt

Wurde nicht nominiert für die Olympischen Spiele im Februar in Sotschi: Skispringerin Anna Häfele vom SC Willingen. Foto: Einecke/nh

Willingen. Der Traum von Anna Häfele ist zerplatzt. Die Skispringerin vom SC Willingen wird nicht zu den Olympischen Spielen nach Sotschi reisen. Trotzdem steckt die 24-Jährige den Kopf nicht in den Sand: „In vier Jahren stehen die nächsten Spiele an. Und wer weiß: Vielleicht bin ich dann noch dabei.“

Zielstrebig hatte sie sich auf den Winter vorbereitet, um das begehrte Russland-Ticket zu ergattern. „Ich habe mein möglichstes probiert, es hätte ja sein können, dass der Knoten platzt.“ Beim letzten Wettkampf in Sapporo vergangenen Sonntag ist sie sogar krank in den Wettbewerb gestartet: „Wenn ich die eine Chance noch habe, will ich die auch nutzen. Es hätte ja auch was Gutes bei heraus kommen können.“, sagt die Bundespolizistin. Allerdings reichte der 19. Platz nicht aus, um sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

„Damit habe ich mich vorher schon auseinander gesetzt. Teamintern sind wir relativ stark. Es ist schön zu sehen, dass bei uns gut gearbeitet wird“, sagt Häfele und fügt an: „Klar ist es schade, dass ich nicht dabei bin. Olympische Spiele sind der Traum von jedem Leistungssportler. Jetzt gucke ich auf das nächste Jahr, da steht die Weltmeisterschaft an und dann greife ich an.“

Ans Aufhören denkt die Bundespolizistin keinesfalls: „Das kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Nur weil ich jetzt nicht bei den Spielen starten kann, bricht die Welt nicht für mich zusammen. Obwohl es ein großer Traum war. Vielleicht bin ich in vier Jahren auch noch dabei. Lust hätte ich auf jeden Fall.“ Schließlich wäre Häfele dann erst 28 Jahre alt. „Wenn man sich in anderen Sportarten umguckt, funktioniert das schließlich auch.“

Trainingsort gewechselt

Im Sommer hatte Anna Häfele ihren Trainingsstandort gewechselt – von Bad Endorf kam sie zurück nach Willingen. „Das war eine sehr gute Entscheidung und hat mir sehr geholfen, dass ich jetzt wieder so konstant dabei bin. Allerdings hätte ich eher wechseln sollen, denn ich bin nicht so stabil, wie ich es mir gewünscht hätte.“

An diesem Wochenende steht der nächste Weltcup im slowenischen Planica auf dem Plan – daran wird Anna Häfele aber nicht teilnehmen, weil sie krank geschrieben ist.

Von Friederike Göbel

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