3. Handball-Liga: Kirchhof hat beim 32:30 gegen Wülfrath mehr Mühe als erwartet

Mit Oross ging’s bergauf

Zwei sind nicht immer eine zuviel: Kirchhofs Vilte Duknauskaite (links) lässt hier die TV-Verteidigerinnen Kerstin Weber und Martina Koch (rechts) stehen. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Der Plan stand: Ein souveräner Heimsieg gegen den TB Wülfrath sollte in der 3. Liga West für die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof den Auftakt zum ersten Oktoberfest in der Melsunger Stadtsporthalle bilden. Doch bevor Trainer Mike Fuhrig in Lederhosen das Bierfass anstechen konnte, schickte der Tabellendritte seine Zuschauer durch ein Wechselbad der Gefühle. Mit einem guten Ausgang, weil Vilte Duknauskaite 26 Sekunden vor der Schlusssirene den 32:30 (17:15)-Endstand herstellen konnte.

„Hauptsache, wir haben gewonnen und können einen goldenen Oktober feiern“, sagte Carina Hohmann, die ihren ersten Saisoneinsatz flog. Nicht zum ersten Mal hatte die SG-Sieben hingegen in der Schlussphase Probleme. „Uns fehlt noch die Kaltschnäuzigkeit. In den letzten Minuten hatten wir regelrecht Angst“, haderte Fuhrig trotz des dritten Heimerfolgs in Serie. Dabei schien eine Maßnahme des Trainers Mitte dem Spiel die entscheidende Wende gegeben zu haben. Fuhrig stellte auf eine offensive Deckung mit der vorgezogenen Maria Pirvan um. Die 28-Jährige übernahm Verantwortung und stabilisierte mit Lena Hildebrandt den Rückraum.

Bis zum 19:23 (42.) offenbarte die Abwehr Schwächen, ehe Pirvan und Hildebrandt (2) binnen zwei Minuten drei Tore über die Mitte warfen und ihrem Team den Impuls zur Aufholjagd gaben. Abschütteln ließen sich die Gäste aber nicht. „Ich bin überrascht, dass wir 60 Minuten Kirchhofs Tempo gehen konnte. Schade nur, dass wir am Ende zu schnell aus der Distanz abgeschlossen haben“, analysierte TB-Coach Ulf Peters. Oder anders gesagt: Gut für die Gastgeberinnen, dass Nilla Oross mit neun Paraden in neun Minuten die Fehler ihrer Vorderleute ausbügelte.

Damit stellte die Torfrau ihre Gegenüber Samantha Sklorz in den Schatten. Was nicht so leicht war, weil die Wülfratherin in 38 Minuten ein Dutzend Schüsse entschärfte. Allerdings traf Kirchhof im ersten Durchgang auch siebenmal den Pfosten: dreimal Anne Hildebrandt, dreimal Melina Horn und einmal Vilte Duknauskaite waren im Pech. Deswegen verwunderte es, dass die SG über 7:6 (14.), 13:9 (22.) und 15:11 (25.) im ersten Durchgang fast immer führte und nie einem Rückstand hinterherlief. Das trat nach dem Wechsel ein, weil der Neuling mit der kurzen Deckung von Xenia Trippel gegen Duknauskaite einen cleveren Schachzug wählte, Rückraumass Leonie Berger (10/5) nach Belieben traf und Sklorz stark hielt. Die Folge: neun Minuten ohne Treffer der Gastgeberinnen und 21:17 für den TB (39.). Doch am Ende feierte die SG: einen Sieg und dass ihr Plan aufgegangen war. • SG 09: Wehr, Oross (ab 39.) – L. Hildebrandt 2, J. Pregler, A. Hildebrandt 3, Ca. Kühlborn 5, Pirvan 1, Horn 4, Duknauskaite 9/1, Ch. Kühlborn, Hohmann, Steyer 4/4, Fischer 4.

Von Sebastian Schmidt

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