Fußball-Verbandsliga Nord: Spielerisch dürftige Leistung reicht zum 1:0 in Bad Soden

Osterhold rettet den Sieg

In der Zange: Der Korbacher Jan Henrik Vogel (Mitte) gegen die Bad Sodener Michael Salomon (rechts) und Anton Römmich. Foto: Willi Schmitt

Bad Soden. Durch einen etwas glücklichen, aber unterm Strich verdienten 1:0-Erfolg in Bad Soden, setzt sich der TSV Korbach im oberen Mittelfeld der Fußball-Verbandsliga Nord fest.

Dabei genügte der Mannschaft von Trainer Tobias Cramer eine spielerisch dürftige Leistung gegen das Tabellenschlusslicht.

SG Bad Soden – TSV Korbach 0:1 (0:1). Für die Gäste hat sich die 360 Kilometerreise in die Badestadt so richtig gelohnt. Hatte man in Vergangenheit oftmals zwar überzeugend agiert, aber war mit leeren Händen nach Hause gefahren, so nahm man gestern den Dreier mit auf die Heimreise. Gästecoach Tobias Cramer wertete den Sieg seiner Elf als neues Glücksgefühl: „Als Spieler habe ich mit Willingen hier oft verloren.“

Dabei musste Cramer im Vergleich zur Vorwoche auf den verletzten Sven Penzenstadler sowie den beruflich verhindern Markus Mühlenbächer verzichten. Für sie rückten Daniel Kinzel in die Spitze und Matthias Rösner in die Defensive.

Dass Cramers Elf zur vollen Punktausbeute kam, lag wie so oft an Christoph Osterhold. Nachdem sich die Hausherren zu Beginn der Partie noch als das einsatzfreudigere Team mit der höheren Laufbereitschaft auszeichneten, sorgte Osterhold mit seinem Treffer für einen Bruch im Bad Sodener Spiel: Osterhold setzte sich von der linken Seite in die Mitte durch, zog aus 14 Metern ab und der Ball schlug unhaltbar für SG-Keeper Grauel im langen Eck ein (22.). In der Folge zeigte der Gast aus der Kreisstadt die reifere Spielanlage, ohne jedoch auf den zweiten Treffer zu drücken. Dies war auch nicht nötig, da Bad Soden kein spielerisches Mittel gegen die Korbacher Defensive fand, die von Benjamin Wendel ausgezeichnet organisiert wurde. Einzig ein Distanzschuss von Dimitrij Scheller, der knapp am kurzen Eck des Korbacher Kastens vorbei ging, sorgte für etwas Torgefahr (36.).

Im zweiten Durchgang sahen die etwa hundert Zuschauer das gleiche Bild: Bad Soden versuchte über Fernschüsse und Standards zum Erfolg zu kommen – dies aber glücklos.

Auf der anderen Seite verpasste Rene Huneck die große Chance zur Entscheidung, als er frei vor Bad Sodens Kasten zum Abschluss kam, das Leder jedoch aus drei Metern in die Wolken jagte (78.).

Korbachs Coach Cramer sah dennoch einen verdienten Erfolg seiner Elf: „Wir haben in der zweiten Hälfte das Augenmerk auf den Kampf und die Laufbereitschaft gelegt und viel gegen den Ball gearbeitet. Der Dreier war glücklich, aber verdient.“

Von Sascha Behnsen

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