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„Vorfreude auf Großenlüder ist groß“ - Wanfried-Neuzugang Paul Jegminat im Interview

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Von: Stefan Konklowsky

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Positive Überraschung beim VfL Wanfried in der Handball-Landesliga: Neuzugang Paul Jegminat (oben). ARCHI
Positive Überraschung beim VfL Wanfried in der Handball-Landesliga: Neuzugang Paul Jegminat (oben). © Florian Künemund

Paul Jegminat ist als Neuzugang eine der Überraschungen beim VfL Wanfried. Wir sprachen mit ihm vor dem Spiel in der Handball-Landesliga gegen die HSG Großenlüder/Hainzell.

Wanfried – Eigentlich kommt der Gegner zur Unzeit. Denn nach zwei Niederlagen in Serie, darunter das Debakel gegen den Tabellenvorletzten ESG Gensungen/Felsberg II am vergangenen Wochenende, scheint der souveräne Landesliga-Spitzenreiter HSG Großenlüder/Hainzell im Moment auf dem Papier wohl eine Nummer zu groß zu sein für die Wanfrieder Handballer (Anwurf: heute, 20.30 Uhr).

Anders sieht das allerdings Paul Jegminat, der seit dem Saisonbeginn das VfL-Trikot trägt und sich bereits nach wenigen Spielen als absoluter Leistungsträger erwiesen hat. Wir haben mit dem 18-Jährigen im Vorfeld der Partie gesprochen.

Paul, wie geht es dir bisher beim VfL Wanfried?

Das ist einfach zu beantworten. Ich wurde hier gut aufgenommen, habe mich sportlich und privat gut eingelebt und freue mich über den Zusammenhalt im Team.

Die Entscheidung nach Wanfried zu wechseln war absolut richtig, das Niveau der Landesliga ist hoch und ich denke, ich kann mich hier gut weiterentwickeln. Das alles macht mir sehr viel Spaß.

Was sagst du zum bisherigen Saisonverlauf in der Landesliga?

Unser Punktekonto entspricht aus meiner Sicht nicht unserem Leistungspotenzial. Wir haben einfach schon zu viele Punkte liegenlassen und könnten in der Tabelle viel weiter vorne stehen. Das ist wirklich ärgerlich.

Allerdings fehlt es uns manchmal auch an der notwendigen Disziplin, da müssen wir uns selbst an die Nase fassen. Letzte Woche habe ich dann auch den bisherigen Tiefpunkt in meiner kurzen Wanfrieder Zeit erlebt.

Du meinst die 25:32-Heimpleite gegen die ESG Gensungen/Felsberg II?

Ja. Das verstehe ich bis heute nicht. Wir haben komplett neben uns gestanden und überhaupt keinen Rhythmus gefunden. Wir haben den Matchplan nicht ansatzweise umgesetzt und irgendwann komplett aufgehört Handball zu spielen. Da schließe ich mich nicht aus.

Auch wenn ich glaube, dass ich ein guter Eins-gegen-Eins-Spieler bin, so ist es mir doch lieber, mit den Nebenleuten zusammen zu spielen und über das gebundene Spiel zum Erfolg zu kommen. Aber das war letzte Woche gar nicht möglich. Von daher habe ich eigentlich zu viele Einzelaktionen gesucht, aber wie gesagt, wir waren alle von der Rolle.

Was macht dir Mut, dass es gegen den Tabellenführer besser wird?

Wie schon gesagt, haben wir großes Potenzial. Wir müssen es nun nur mal wieder über die komplette Spielzeit abrufen.

Ein Freitagsspiel in einer hoffentlich gut besuchten Halle mit den Fans im Rücken, dazu die Möglichkeit sich zu rehabilitieren und dem Spitzenreiter die erste Niederlage beizubringen, das ist es doch, worauf man sich als Spieler freut. Mehr Motivation kann es doch gar nicht geben. Wir haben gut trainiert, die Pleite aufgearbeitet und wollen beweisen, dass wir es besser können. Ich bin guter Dinge und freue mich riesig.

Worauf wird es ankommen?

Wir wissen, welche Stärken der Gegner hat. Das ist eine körperlich robuste Mannschaft, die einen schnellen Handball spielt. Und das dürfen wir nicht zulassen. Wir müssen von Beginn an wach und gallig sein und ihnen die Freude am Spiel nehmen. Dann haben wir eine gute Chance, erfolgreich zu sein. (Stefan Konklowsky)

Zur Person

Paul Jegminat (18) wechselte zu Saisonbeginn vom SV Petkus Wutha-Farnroda nach Wanfried. Vorher spielte der 18-Jährige während seiner gesamten Jugend für den ThSV Eisenach, bei dem er mit der A-Jugend im Sommer nur knapp die Qualifikation zur Jugendbundesliga verpasste. Der 1,87 Meter große Rückraumspieler absolviert eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann. In dieser Saison erzielte er bisher 61 Tore und gehört zu den positiven Überraschungen im Lager des VfL Wanfried. 

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