Skispringen: Willinger Talent souverän vorn beim Alpencup

Alpencup der Skispringer: Willinger Paul Winter siegt

Gelungene Auftritte: Der Willinger Paul Winter überzeugte bei der Junioren-WM in Val di Fiemme und siegte in Kranj. Foto: imago/nh

Willingen. Besser hätte es nicht für ihn laufen können: Paul Winter vom SC Willingen hat beim Alpencup der Skispringer im slowenischen Kranj seinen ersten Sieg verbucht. Bei windigen Verhältnissen sprang der 16-Jährige im ersten Durchgang 104,5 und im zweiten 107,5 Meter weit.

Dafür bekam er 250,6 Punkte. Seinen Teamkollegen Sebastian Bradatsch verwies er deutlich auf Rang zwei (105, 101; 238,8).

„Die Bedingungen waren sehr schwierig, ich habe aber trotzdem zwei gute Sprünge gemacht – und dann gewinnt man eben. Damit gerechnet habe ich aber nicht“, sagte Paul Winter. Für den heute anstehenden zweiten Wettbewerb ist sein Ziel „ein Top-Ten-Platz. Das hängt ja alles mit dem Wind zusammen, deswegen will ich mein Ziel nicht zu hoch stecken“.

Stark auch bei Junioren-WM

Zufrieden durfte Paul Winter zudem auf seine hervorragende Leistung bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Predazzo zurückblicken. Zumal er sich dort gegen ein Top-Starterfeld behauptet hatte. „Ich bin vor zwei Olympia-Teilnehmern und noch mehr Weltcup-Siegern gelandet. Das ist schon ein klasse Abschneiden“, berichtete der 16-Jährige, als er wieder zuhause in Willingen weilte.

Da hatte er bereits etliche Sprünge auf der heimischen Mühlenkopfschanze hinter sich. Dort trainierte Winter – wie auch seine Ski-Club-Kollegin Anna Häfele – und kam auf 148 Meter. Eine Weite, die er bereits im vergangenen Jahr auf der Willinger Großschanze gesprungen war.

In Predazzo zählte Winter, der am 5. Oktober 1997 geboren wurde, ohnehin zu den jüngsten Springern, die bei der Junioren-WM über den Bakken gingen. Im Feld der 84 Aktiven aus 25 Nationen waren nur sechs Athleten jünger als das „Nesthäkchen“ des deutschen Aufgebots.

Umso mehr überzeugte der Neu-Willinger, der eigentlich aus Riestedt bei Sangerhausen kommt, nach seinem WM-Debüt mit Platz zehn in der Einzelwertung dann im Mannschaftsspringen. 100,5 Meter legte Winter im ersten Durchgang vor, und noch einmal 100 Meter waren es in Durchgang zwei. „Damit war Paul bester Springer in seiner Gruppe und Zweitbester der Einzelwertung überhaupt“, wird sein Vater Alexander Thorhauer in der Mitteldeutschen Zeitung zitiert. Der Vater hatte seinen Sohn als Betreuer und Chauffeur nach Italien begleitet.

An Winter lag es also nicht, dass das deutsche Team letztlich „nur“ auf Rang fünf landete, doch mochte Winter seinen Teamkameraden ohnehin keinen Vorwurf machen. „Es hat nicht viel zu einer Medaille gefehlt. Man kann da nichts auf die anderen schieben. Jetzt müssen und können wir mit dem fünften Platz leben“, blickt Winter lieber voraus.

Ohnehin gehört ihm die Zukunft: „Noch drei Jahre habe ich schließlich Zeit, eine Medaille bei einer Junioren-Weltmeisterschaft zu holen“, sagt er. (had/frg)

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