FUSSBALL-KREISLIGA A

Personalmisere vor dem Spitzenspiel

Kann momentan nicht auf seine Bestbesetzung zurückgreifen: Martin Stein, Trainer der SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain.
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Kann momentan nicht auf seine Bestbesetzung zurückgreifen: Martin Stein, Trainer der SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain.

Spitzenspiel in der Fußball-Kreisliga A1: Spitzenreiter FV Friedlos erwartet am Sonntag ab 15.30 Uhr den Tabellenvierten Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain. Beide Teams trennen nur zwei Punkte.

Friedlos – Wenn das mal nicht spannend wird am Sonntag in Friedlos. Davon geht auch Paco Garcia, der Trainer des FV Friedlos, aus. „Ich habe Rotensee/Wipp. gesehen – da läuft der Ball schon gut durch die Reihen. Das ist eine starke Mannschaft“, sagt er anerkennend.

Fünf Spiele hat der 60-Jährige mit seiner Mannschaft in Folge gewonnen. Nur anfangs war noch etwas Sand im Getriebe, als es eine 1:5-Niederlage bei Aulatals Reserve und ein Remis gegen Hohe Lufts zweite Mannschaft gab. „Wir haben einige Neuzugänge bekommen, die wir zunächst integrieren mussten. Das braucht schon seine Zeit“, sagt der Spanier, der aus Almeria stammt und als Zehnjähriger mit seinen Eltern nach Bad Hersfeld kam.

Mittlerweile ist er aber zufrieden mit den Leistungen seiner Jungs und sagt selbstbewusst: „Wir haben eine tolle Mannschaft und stehen schon zurecht da oben.“ 31 Treffer in acht Spielen untermauern die Offensivstärke. Und deshalb wollen die Friedloser auch am Sonntag mutig nach vorn spielen. „Wir wollen Druck machen und den Gegner zu Fehlern zwingen. Das ist unsere Stärke“, stellt Garcia klar und geht von einem Duell zweier Top-Teams auf Augenhöhe aus.

Friedlos hat am Sonntag aber eine ganze Reihe Ausfälle zu verkraften. Daniel Schmied fehlt seit Wochen, Luis Krebs ist verletzt und Dani Younan nach seiner Roten Karte in Haselgrund gesperrt. Die Defensivspieler Niklas Hebeler und Benjamin Augustin sind angeschlagen. Für Garcia ist das aber kein Grund zu klagen. „Wir haben 17 Spieler im Kader und können das auffangen“, sagt er.

Martin Stein, Trainer der SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain, kann ebenfalls ein Liedchen singen, was die personelle Situation angeht. Nach sechs Spielen ohne Niederlage – nur in Cornberg/Rockensüß gab es ein 0:0 – folgten zwei schwache Spiele in Lispenhausen (0:2) und das 1:1 gegen Werratal, das kommenden Sonntag keine Mühe gegen Schlusslicht Espanol Bebra haben sollte. Die Folge: Die SG rutschte ab auf Rang vier.

Der Trainer möchte gar nicht auf das Unentschieden „seiner“ SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain am vergangenen Sonntag gegen Werratal angesprochen werden. „Wir haben uns nicht belohnt für unsere Spielweise“, sagt der Trainer, der in den letzten Begegnungen immer wieder auf eine wechselnde Besetzung zurückgreifen musste. „Weil wir immer wieder mit Ersatz spielen, fehlen uns in den letzten 30 Minuten die Körner, um eine Partie, die auf der Kippe steht, zu biegen.“

Stein hofft, dass sein Team die Personalmisere so gut wie möglich übersteht: „Wir wollen nur nicht den Anschluss verlieren.“

Von Hartmut Wenzel Und Sascha Herrmann

Paco Garcia,

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