LAUFSPORT

Stuckhardt Dritter in Grindelwald

Tempo vor der großartigen Schweizer Bergkulisse: Der Kohlhäuser startete beim Eiger Ultra Trail in Grindelwald über 16 Kilometer, im Hintergrund der Eiger mit seiner berühmt-berüchtigten Nordwand.
+
Tempo vor der großartigen Schweizer Bergkulisse: Der Kohlhäuser startete beim Eiger Ultra Trail in Grindelwald über 16 Kilometer, im Hintergrund der Eiger mit seiner berühmt-berüchtigten Nordwand.

Trotz eines Sturzes kam der Kohlhäuser Läufer Philipp Stuckhardt beim Eiger Ultra Trail in die Medaillenränge. Über die 16 Kilometer-Distanz holte er sich Bronze.

Grindelwald/Kohlhausen – Seit jeher ist das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau eine der romantischsten Kulissen der Alpen, die sowohl Bergsteiger als auch Skifahrer und Wanderer gleichsam fasziniert. Von diesem Mythos inspiriert gibt es seit 2013 alljährlich im Juli den Eiger Ultra Trail. Die lange Distanz mit 101 Kilometern sowie 6700 Höhenmetern von Grindelwald über die Große Scheidegg, Kleine Scheidegg, Wengen und wieder zurück gilt als eine der härtesten Prüfungen der Schweiz.

Der Kohlhäuser Läufer Philipp Stuckhardt, (Laufteam Kassel) startete über die 16-Kilometer-Distanz, die von Grindelwald zunächst Richtung Wetterhorn und über die Alpe Nodhalten und Holewang wieder zum Ausgangspunkt führt. Die 310 Läufer, mussten rund 900 Höhenmeter bewältigen. Der Start verlief gut. Stuckhardt machte zunächst das Tempo. Schnell schälte sich eine Dreier-Gruppe heraus, in der Benedikt Hoffmann, ein erfahrener Ultra-Läufer aus Heilbronn, den Ton angab. „Er war eine Nummer zu groß für mich, er hatte sich schon nach zwei, drei Kilometern mit großer Distanz abgesetzt“, schildert der 29-jährige Stuckhardt die Anfangsphase. Hoffmann gewann auch später das Rennen mit deutlichem Vorsprung in 1:11:11 Stunden.

Stuckhardt lief eine ganze Weile gleichauf mit dem Schweizer Michael Pfanner. Nach weiteren vier Kilometern aber war der Kohlhäuser drauf und dran, sich Abstand zu verschaffen. Beim Bergablauf Richtung Grindelwald aber passierte es. Der Kohlhäuser stürzte in einer Kurve, Pfanner ergriff die Gelegenheit beim Schopf und überholte ihn. Nicht aber, ohne vorher den Gestürzten gefragt zu haben, ob alles in Ordnung sei. „Das fand ich äußerst fair von ihm“, lobte Stuckhardt, der ein paar kleine Schürfwunden davontrug, den Konkurrenten.

Im Ziel bedankte er sich noch einmal extra dafür. Auf den letzten Metern zog der Kohlhäuser noch einmal das Tempo an, doch zum Vizerang reichte es nicht. Pfanner wurde Zweiter mit einer Zeit von 1:17:05 Stunden, Stuckhardt kam als Dritter nur wenig später ins Ziel (1:17:18).

Er wird in diesem Jahr noch Bahnenläufe wie zum Beispiel in Pfungstadt bestreiten sowie den Lollslauf. Auch bei den Hessenmeisterschaften am Hohen Meißner und bei den Deutschen Meisterschaften im Berglauf in Bad Kohlgrub im Allgäu wird er an den Start gehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.