Pokalfinale: Bebras Freud', Festspielstadts Leid

+
Siegerehrung: Aus den Händen von Pokalspielleiter Thomas Becker nimmt de Kapitän und zweifache Torschütze Marcel Schmidt den Kreispokal entgegen.

Die SG Festspielstadt ärgerte sich über die 2:3-Niederlage im Fußball-Kreispokal bei der FSG Bebra.

 Als in der 89. Minute des Fußball-Kreispokalfinales zwischen der FSG Bebra und der SG Festspielstadt der eingewechselte Emmanuel „Emma“ Crawford den mitgelaufenen Daniel Sondermann maßgerecht mit einer Flanke von rechts bediente, hätte der sich zum Pokalhelden machen können. Doch sein Kopfball flog am rechten oberen Toreck vorbei - kurze Zeit später ertönte der Abpfiff.

Die glücklichen Bebraer jubelte über den 3:2-Pokalerfolg, die Hersfelder ließen sich dort wo sie gerade standen, auf den Boden fallen. Gut gespielt und doch verloren: Die Generalprobe vor dem Saisonstart am Freitag in Rasdorf hatten sie gründlich verpatzt. Crawford trollte sich gleich wortlos zum Duschen. Weil er in der vergangenen Woche erkrankt war, blieb der Co-Trainer zunächst auf der Ersatzbank. Das hatte zunächst auch keine Auswirkungen. Denn es lief zunächst gut für die Gäste.

Gelb-rot und Rote Karte: Schiedsrichter Christian Hoven schickte die Hersfelder Bojan Kostadinov (vorn, Nr. 15) und Nico Pepic (rechts) hinter die Barrieren.

Als Daniel Sondermann (29.) die Führung von Niko Pepic per Foulelfmeter (21.) sogar auf 2:0 ausbaute, klatschten sich Crawford und Trainer Thorsten Hüter ab. Typischer Fall von zu früh gefreut, denn die Gäste hatten nicht nur den Gegner, sondern auch den Wind unterschätzt. Zweimal flatterte der Ball hoch durch den Strafraum, zweimal stand Kapitän Marcel Schmidt goldrichtig – und der Vorsprung der Hersfelder war dahin. Als sich dann Ibrahim Oussmann an der Strafraumgrenze zu einem Foul an Marvin Schade hinreißen ließ, lagen die Hersfelder nach dem von Maher Mahmud verwandelten Foulelfmeter im Rückstand. Thorsten Hüter bezeichnete alle drei Gegentreffer als „dumm“: „Wir haben einfach abgeschaltet. Wir hätten Bebra nie ins Spiel kommen lassen dürfen.“ Mit der Einwechslung von Crawford sollte das Ruder in Hälfte zwei noch einmal umgebogen werden. Ein Konzept, das fast aufging, denn sie Gastgeber gerieten gehörig unter Druck. Doch die Abschlüsse und zum Teil auch die Flanken waren zu ungenau. Selbst die Gelb-rote und Rote Karte gegen Bojan Kostadinov und Pepic – beide überflüssig wie ein Kropf – brachten die Gäste nur kurz aus dem Tritt.

Bebras Trainer Andjelko Urosevic freute sich, dass die im Training einstudierten Standard-Varianten gut geklappt haben: „Wir haben Glück gehabt heute. Und Moral gezeigt, als wir im Rückstand gelegen haben.“ Gefreut über den Pokalsieg hatte sich auch der aus Bebra stammende Karl-Heinz Blumhagen, dessen Amtszeit als Kreisfußballwart am 19. September abläuft. Es war das letzte Pokalspiel, das er als aktiver Funktionär erleben durfte. „Sein“ Team hat ihm also ein würdiges Abschiedsgeschenk bereitet. Das erste Bezirkspokalspiel wird erst nach dem Kreisfußballtag am 19. September sein. Zwei Tage vorher, 17. September, ist die Auslosung zum Bezirkspokal in Grünberg. Bebra winkt sogar ein Hessenligist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.