Fußball-Bundesliga: Wolfsburg spielt beim 1:1 in Köln über weite Strecken schwach

Das Prinzip der kleinen Schritte

Wolfsburger Orientierungslosigkeit: VfL-Torhüter Diego Benaglio (Hinten) rangelt mit Kölns Christian Clemens um den Ball. Foto: dpa

Göttingen. Das obere Tabellendrittel hatte die sportliche Leitung vor der Saison als Ziel ausgegeben. Die Realität beim VfL Wolfsburg sieht im tristen und winterlichen November aber ganz anders aus. Denn nach dem müden 1:1 (0:0) beim Tabellenvorletzten 1. FC Köln treten die ambitionierten Wölfe in der Fußball-Bundesliga weiter auf der Stelle. Und Besserung ist auch bei größtem Wohlwollen für den Meister von 2009 nicht in Sicht.

Sechs Punkte aus den zurückliegenden beiden Auswärtsspielen beim FC St. Pauli und in Köln lautete das Zwischenziel den VfL, um in der Tabelle endlich den Anschluss an die geforderte Tabellenregion zu bekommen. Doch mittlerweile ist Wolfsburgs Trainer schon froh, wenn seine Spieler die Grundtugenden wieder beherzigen. „Die Mannschaft kämpft wieder füreinander. Das sind kleine, aber wichtige Schritte“, sagt Steve McClaren über den weitestgehend blutleeren Auftritt in Köln.

Probleme im Mittelfeld

Nach der Gegentorflut in den ersten Partien hat sich die Wolfsburger Defensive mittlerweile gefangen. Dafür stockt es nun in der Offensive, der einstigen Paradereihe des VfL. Grafite, gerade erst von einer Oberschenkelverletzung genesen, musste in Köln schon vor der Pause wieder verletzt passen. Auffällig allerdings, dass der VfL im Mittelfeld selbst gegen spielerisch limitierte Teams wie St. Pauli oder Köln kaum Druck aufbauen kann. Den Rückstand durch Kölns Milivoje Novakovic (51.), der einen Fehler des VfL-Torhüters Diego Benaglio nutzte, egalisierte der erst vier Minuten zuvor eingewechselte Cicero (81.) mit einem sehenswerten Fallrückzieher.

Die Kommentare zu den Leistungen klingen stets ähnlich. „Wir haben zu spät angefangen, Fußball zu spielen. Doch dann hat die Mannschaft gezeigt, dass es geht“, bemerkte Manager Dieter Hoeneß, der schon nach dem Remis bei St. Pauli die Passivität in den ersten 45 Minuten bemängelt hatte. Ein kleines Stück fehle noch, bemerkte Hoeneß, der allerdings auch deutlich herausstellte, dass 16 Punkte aus 13 Partien „einfach zu wenig sind“.

25 Punkte in weiter Ferne

Werder Bremen, in Kaiserslautern und zu Hause gegen Hoffenheim heißen die verbleibenden Wolfsburger Chancen vor der Winterpause. Immerhin kann McClaren gegen Bremen wieder auf den in Köln gesperrten Spielmacher Diego zurückgreifen. Doch von den geforderten 25 Punkten bis zur Winterpause ist der VfL jedenfalls noch meilenweit entfernt. (rwx)

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