Kasseler belegt siebten Platz beim Ultralauf entlang der ehemaligen Berliner Mauer

Starkes 100-Meilen-Debüt von PSV-Läufer Nähler

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Jens Nähler vor dem Start des Mauerweglaufs im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin.

Kassel/Berlin. In einem stark besetzten Feld schafften es fünf Sportler aus der Region beim Berliner Mauerweglauf über 100 Meilen ins Ziel. Die beste Zeit erzielte dabei Jens Nähler vom PSV Grün-Weiß Kassel, der den 161,9 km langen Lauf um das westliche Berlin als Siebter in 15:29:23 Stunden beendete.

Das ist die zwölftschnellste bisher gelaufene Zeit nach der nunmehr sechsten Auflage des Ultra-Events, das seit 2011 an den Mauerbau und die Opfer der einstigen Teilung der Stadt erinnert. Damit belegte Nähler am Samstag zugleich den vierten Platz der Altersklasse M40 (Lauf auf Strava, Webseite Ultralaufen.de).

Auch Lars Donath (ASFM Göttingen, 19:53:10 Stunden), Dirk Bandowski (LG Kaufungen, 20:30:33), Lutz Bauer (SC Neukirchen, 23:31:50) und Christoph Angenvoort (Laufteam Wolfhagen, 23:48:28) schafften den Lauf entlang der ehemaligen Berliner Mauer in der begehrten Zeit unter 24 Stunden.

Livevideo von der Strecke

Lantink siegt mit einer Stunde Vorsprung

Überlegener Sieger im Feld von 383 Einzelstartern war der Niederländer Jan-Albert Lantink in 13:39:56 Stunden – der zweitbesten je beim Mauerweglauf erzielten Zeit. Die Plätze 2 und 3 gingen an die Lokalmatadoren Sascha Dehling von der LG Mauerweg Berlin (14:37:35 Stunden) und Patrick Hösl (LG Ultralauf, 14:40:41 Stunden). Der Sieg bei den Frauen ging an Katrin Grieger aus Hamburg in 17:20:20 Stunden. Den größten Respekt aber erntete eine ganz andere Starterin: Die 77-jährige Sigrid Eichner von der LG Mauerweg schaffte es nach 28:13:28 Stunden ins Ziel – noch deutlich vor dem Zeitlimit von 30 Stunden.

Gedenken an Maueropfer

Bei Kilometer 10 gedachten alle Teilnehmer Dorit Schmiel, die 1962 bei einem Fluchtversuch ums Leben kam und der der Mauerweglauf in diesem Jahr gewidmet war. Dort, wo 1962 die tödlichen Schüsse fielen, stoppten alle Läufer und legten eine rote Rose nieder. Der frühere DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann mahnte als Schirmherr der Veranstaltung, dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte nicht zu vergessen.

Im nächsten Jahr werden die 100 Meilen von Berlin in die entgegengesetzte Richtung gelaufen. Start und Ziel ist der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Stadtteil Prenzlauer Berg.

Alle Ergebnisse im Überblick.

Siegerehrung

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