3. Liga Ost: HSG braucht 40 Minuten, um sich auf Köthener Härte einzustellen

Punktverlust kein Beinbruch

Drittbester HSG-Angreifer in Köthen: Steffen Ober (re., hier Szene aus Pokalspiel gegen Saarlouis). Foto: Hahn

Köthen. Die weiße Weste der HSG Gensungen/Felsberg hat einen ersten kleinen Fleck bekommen. Ein 31:31 (16:13)-Remis bei der HG 85 Köthen kostete den Edertaler Handballer die Tabellenführung in der 3. Liga Ost, was Trainer Dragos Negovan aber durchaus mit Fassung trug: „In Köthen ist es ganz schwer zu gewinnen. Diese Erfahrung werden auch noch andere Spitzenteams machen.“

Die enge Heinz-Fricke-Sporthalle entpuppte sich mit 600 fanatischen Zuschauern als der erwartete Hexenkessel und die Gastgeber gingen von Beginn an äußerst rustikal zur Sache. Eine übertriebene Härte, die weitgehend von den überforderten Schiedsrichtern unbestraft blieb und die dem Gast zunächst überhaupt nicht schmeckte. Genauso wenig wie die Manndeckung für Philipp Julius und Steffen Ober. Dazu gesellten sich ein starker Torwart Loske, zwei vergebene Siebenmeter und ungewohnte Gensunger Abschluss-Schwächen, was insbesondere Robert Kreller mit seinen Tempogegenstoßtoren zu nutzen wusste.

In der Abwehr, die auf den verletzten Julius Kranz verzichten musste, hatte die HSG besondere Probleme mit der Achse Cieszynski/Uelsmann. Die Folge: über 8:4 zogen die Gastgeber auf 11:5 (20.) davon.

Trotzdem keine Vorentscheidung, weil sich der Tabellenführer auf einmal fing. Dank einer Manndeckung für Spielmacher Ciezynski, dank Stahls Paraden, dank seiner aufmerksameren Vorderleute und dank eines geduldigeren Positionsangriffs, wo sich nun Carsten Göbel, Steffen Ober und Jan-Hendrik Walther zu entfalten wussten.

Nach der Pause (16:13) blieb allerdings eine Überzahlsituation ungenutzt, so dass sich die Köthener durch zwei Tore des eingewechselten Halblinken Leskovec noch mal auf 20:16 absetzen konnten. Es folgten eine Rote Karte gegen Thomas Karl sowie zwei Zeitstrafen für Kreller und Cieszinsnky – und der Ausgleich zum 20:20 (40.) durch vier Gensunger Überzahltore in Folge. Mehr noch. Beim 24:27 und 27:30 deutete sich sogar eine Wende an, ehe die schwachen Referees noch mal auf den Plan traten. Torwart Lauterbach sah nach einer Parade gegen Robert Kreller „Rot“ und die Gastgeber Land. Was Leskovec und Kreller (2) mit ihren Treffern zum 30:30 unterstrichen. Michael Viehmann weckte noch mal die Hoffnung auf den dritten Edertaler Auswärtssieg, die aber Marco Hüls mit dem Ausgleich zwei Sekunden vor Schluss zunichte machte. • Gensungen/Felsberg: Stahl, Lauterbach - Ober 5, Untermann 3, Bärthel, Vogel, Schanze 2, Viehmann 4, Julius 3, Göbel 8, Walther 6. (ohm)

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