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Rabenschwarzer VfL-Abend: Wanfried verliert 32:33 gegen den TV Hersfeld

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Von: Stefan Konklowsky, Maurice Morth

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Das war nichts für Trainer Stefan Schröder und seinen VfL Wanfried.
Das war nichts für Trainer Stefan Schröder und seinen VfL Wanfried. © Lisa Susebach

Was für ein bitterer Abend für die Landesligahandballer des VfL Wanfried.

Wanfried – Nicht nur, dass man gegen einen stark ersatzgeschwächten Gast aus Hersfeld nach einer dramatischen Schlussphase mit leeren Händen das Parkett verlassen musste, viel schwerer wiegt die schwere Verletzung von Joshua Dietzel, der kurz nach seiner Einwechslung mit Verdacht auf Achillessehnenriss ins Eschweger Krankenhaus gebracht werden musste.

VfL Wanfried - TV Hersfeld 32:33 (14:19). „Wir haben eine tolle Leistung abgeliefert und auch verdient gewonnen“, so TVH-Trainer Christian Weiß nach dem etwas überraschenden Erfolg seines Teams, das auf sieben Spieler verzichten musste und lediglich mit drei Ersatzspielern und einem Torwart angereist war.

Und dass der Sieg verdient war, mussten auch die Fans des VfL anerkennen, denn erst in der Schlussviertelstunde, als den Gästen etwas die Luft ausging, fanden die Gastgeber ins Spiel. Sogar der Sieg für den VfL lag plötzlich im Bereich des Möglichen, als Pascal Küstner vier Minuten vor dem Ende mit dem 31:30 die einzige Führung im gesamten Spiel für die Brombeermänner erzielen konnte.

Doch es passte zum Auftritt des VfL an diesem Abend, dass auch diese Chance gegen den angeschlagenen Gegner auf der Zielgerade wieder verspielt wurde.

Viel zu passive Wanfrieder in der ersten Halbzeit

Der Grundstein für die spätere Niederlage ist sicherlich in der Leistung der ersten Halbzeit zu suchen, als Bley und Co. viel zu passiv agierten und den Gästen zeigten, dass für sie an diesem Abend in Wanfried durchaus was zu holen war.

Und die Gäste nahmen die Einladung dankend an, kamen über den neunfachen Torschützen Andreas Krause immer wieder zu einfachen Treffern und konnten sich somit bis zum Pausentee ohne größere Mühe einen komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung erspielen.

Als nach Wiederbeginn der VfL durch Jegminat und Bley erneut die ersten drei Chancen unkonzentriert vergab und die Gäste auf 14:21 erhöhten, nahm die Überraschung langsam Konturen an. Und auch wenn die ein oder andere Entscheidung des Schiedsrichterduos Brähler/Harms durchaus diskussionswürdig war, der Grund für die Niederlage war es nicht.

10:3-Lauf macht noch einmal Hoffnung

Denn wie man sich selbst schwächt, zeigte der VfL in Person von Milos Milosavljevic in Minute 45, als nach einem bereits geahndeten Foul an Johannes Susebach der Routinier etwas zu heftig mit den Referees diskutierte und ebenfalls mit einer Zeitstrafe belegt wurde. So schien die Partie beim 21:27 (47.) bereits endgültig verloren, als der VfL plötzlich begann, seine Tugenden abzurufen, sich endlich auf das Handballspielen fokussierte.

Von der 47. bis zur 56. Minute wurde ein 10:3-Lauf zum 31:30 hingelegt, sodass ein Happy End nahe schien. Es spricht allerdings für die Gäste, dass sie in dieser Phase ruhig blieben, ihrerseits noch einmal alles in die Waagschale warfen und dafür belohnt wurden gegen einen VfL, der nach der Führung anscheinend gedanklich schon den Sieg feierte und erneut nicht komplett auf die restlichen Minuten fokussiert war.

So dürfte Stefan Schröder einiges aufzuarbeiten haben in den nächsten Tagen, um in absehbarer Zeit wieder in die Erfolgsspur zurückfinden zu können. Vor allem die Harmlosigkeit über die Außenpositionen und die fehlende Leidenschaft einiger Akteure gilt es schnellstmöglich abzustellen. (Stefan Konklowsky)

VfL Wanfried - TV Hersfeld 32:33 (14:19).

VfL: Harseim, Degenhardt - Milosavljevic 8, Küstner 2, Susebach 6/1, Jegminat 4, Rimbach, Bley 9/2, Stingel 1, Dietzel 1, Malcherek 1

TVH: Kürten - Kehl, Förtsch 5/1, Rübenstahl 5, Wiegel 3, Henning 4, Thole 3, Krause 9/1, Berger 4

Schiedsrichter: Brähler/Harms

Zuschauer: 150:

Spielfilm: 4:8 (9.) - 10:12 (19.) - 14:19 (30.) - 16:22 (39.) - 21:27 (47.) - 26:28 (50.) - 31:30 (56.) - 32:33 (60.)

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