Bei der Tour d’Energie hat sich das neue Zeitnahme-System bewährt

Betrügen jetzt unmöglich

Radsport ist voll im Trend: Die Tour d’Energie lockt seit vielen Jahren die Massen. Die Radamateure lassen sich auch beim jährlichen Jedermannrennen Ende April auch nicht vom Wetter abschrecken. Hauptsache kein Regen, lautet das Motto. Foto: Jelinek/gsd/nh

Göttingen. Die Tour d’Energie (TDE) und das Wetter Ende April – das ist mittlerweile wirklich ein ganz spezielles Kapitel. Vor zwei Jahren sorgten heftige Regengüsse dafür, dass viele Radsportler völlig durchnässt im Ziel ankamen. Im vergangenen Jahr trübten Hagelschauer die Stimmung bei allen Beteiligten des Jedermannradrennens. Und die Kälte war schließlich am vergangenen Sonntag hauptsächlich dafür verantwortlich, dass sich bei der 13. Auflage im Zielbereich auf der Göttinger Bürgerstraße deutlich weniger Zuschauer als sonst tummelten.

Ein wenig nervt dieses Thema auch die Veranstalter. „Wir sind dennoch super zufrieden mit dem Wetter. Hauptsache es fällt kein Niederschlag. Wir bestreiten eine Outdoor-Veranstaltung und da muss man mit dem Wetter leben“, sagt Jörn Lührs von der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF). Bei schlechtem Wetter die Tour um ein oder mehrere Wochenenden zu verschieben, sei schon wegen der Logistik und des großen Aufwandes mit vielen Helfern und Straßensperrungen in und um Göttingen nicht möglich. Zumal die TDE auch das Auftaktrennen der Radsportserie German-Cycling-Cups ist.

Für drei der 2900 gestarteten Radler endete die Tour im Krankenhaus. Zwei Verletzte resultierten dabei aus einer Karambolage, ein Fahrer zog sich eine Schlüsselbeinfraktur zu.

Keine Manipulation am Start

Ein absolut positives Fazit zogen die Veranstalter hinsichtlich des neuen Transpondersystems. „Wir hatten eine hundertprozentige Quote bei der Zeitnahme“, sagt Lührs über den Zeitnehmer-Wechsel. Im kommenden Jahr ist geplant, dass zu den aktuellen Messstellen am Start, dem Rosdorfer Kreisel und am Hohen Hagen weitere Stationen kommen werden. „Dann sind Live-Ergebnisse von der Strecke möglich, zum Beispiel bei der Durchfahrt in Hann. Münden“, sagt Lührs.

Das neue System hat sich auch hinsichtlich der Vermeidung von Manipulationen am Start bewährt. In den vergangenen Jahren ordneten sich einige Fahrer noch auf der neutralen Strecke bis zum offiziellen Start am Rosdorfer Kreisel in andere Startblöcke ein. Dies sei nun nicht mehr möglich, sagt Lührs, der eine weitere große Neuerung für das kommende Jahr zwar ankündigt, aktuell aber noch nicht verraten will. Klar ist aber, wann das Rennen in 2018 starten wird: Am 22. April steigt die 14. Auflage.

Von Ralf Walle

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