Beim Internationalen BMX-Turnier in der Ahnataler Arena haben die deutschen Starter weniger Glück

Fliegende Holländer holen Titel

Niederländische Phalanx im Finale: Dave van der Burg (in der Luft, von links), Joris Harmsen und Martijn Jaspers hatten das Finale der Profis bereits früh für sich entschieden und holten einen Dreifachsieg. Fotos:  Kisling

Ahnatal. Auf der BMX-Bahn wird sich nichts geschenkt. Um jeden Zentimeter wird verbissen gekämpft, selbst bei den spektakulären Flugeinlagen in der Luft. Drei Tage lang machten sich etwa 2500 Zuschauer in der Ahnataler Arena selbst ein Bild von dem intensiven Sport. Der Radsportclub (RSC) Weimar-Ahnatal hatte zum Internationalen BMX-Turnier im Rahmen der Rennserie 3-Nations-Cup geladen. Knapp 1200 Sportler aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Kanada, Australien, Dänemark und Rumänien waren zu Gast, um in den Rennen ihre Sieger zu ermitteln. Die Chronologie eines abwechslungsreichen Rennwochenendes.

Der Freitag: Am Abend konnten sich die BMX-Fahrer erstmals vertraut machen mit der schnellen und intensiven Bahn der Ahnataler BMX-Arena. Unter Flutlicht fand das erste Training statt. Eine Hiobsbotschaft musste derweil der gastgebende RSC hinnehmen. Lucien Prinz, zuletzt in bestechender Form und auf dem besten Weg zur EM-Qualifikation, verletzte sich an der Hüfte und wird die kommenden Wochen ausfallen.

Der Samstag: Beim 3-Nations-Cup der Nationen Niederlande, Belgien und Deutschland ging es um wichtige Punkte zum Auftakt der Wertung. Auch die Ahnataler machten sich Hoffnungen auf gute Platzierungen. Immerhin hatte das Team um Trainer Carsten Rövenstrunk in den letzten zwei Jahren fünf verschiedene Fahrer zu den Weltmeisterschaften entsandt. Doch am Rennwochenende haftete das Pech an den Rädern der Ahnataler. Für die meisten waren die Läufe nach der Vorrunde beendet, im Viertel- oder spätestens im Halbfinale war endgültig Schluss. Rövenstrunk war dennoch nicht unzufrieden: „Wir hatten heute eine richtig starke Konkurrenz. Es hat ein bisschen das Glück gefehlt, aber die Leistungen waren in Ordnung.“

Der Sonntag: Beim Internationalen Turnier ging es um Punkte für das Weltcup-Ranking und damit auch um die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. BMX-Bundestrainer Florian Ludewig wusste, dass es schwer werden würde, die starke Konkurrenz hinter sich zu lassen. So kam es dann auch. Für Deutschlands Hoffnungsträger Luis Brethauer war schon im Halbfinale Schluss. Mit Dave van der Berg, Joris Harmsen, Martijn Jaspers und Jordy van der Heijden gingen die ersten vier Plätze im Finale der Profis allesamt an die Niederlande. Julian Schmidt hatte zwar den Sprung ins Finale geschafft, wurde dort aber Letzter und war entsprechend frustriert.

Nicht viel besser lief es bei der Elite-Jugend. Jonas Ballbach hatte im Schneegestöber als Siebter keine Chance um den Sieg, der an den Kanadier Alex Tougas ging, mitzufahren. Eine Überraschung schaffte Leonie Schuster, die sich als Juniorin für das Elite-Finale qualifiziert hatte und ebenfalls Siebte wurde. „Ich habe mich nach dem Halbfinale so sehr gefreut, dass ich mich nicht mehr fokussieren konnte“, meinte sie selbstkritisch. Von Trainer Ludewig gab es trotzdem Lob: „Leonie ist sehr gut gefahren und hatte sich dieses Finale verdient.“ Der Sieg ging an die Niederländerin Laura Smulders.

Von Tobias Kisling

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